Baise-Moi


 

Virginie DespentesFrankreich 2000 / 74 min

Kein Film für sanfte Gemüter, sondern ein Schlag in die Magengrube des Patriarchats, der Filmindustrie und allen anderen die gerade zuschauen. Kein nach konventionellen Maßstäben perfekter Film, sondern die knallharte Antwort auf ein Kino, das sexualisierte Gewalt als Spannungsmoment inszeniert, aber deren Konsequenzen bagatellisiert. Gemeinsam mit Co-Regisseurin Coralie Trinh Thi verfilmt Despentes mit ihrem Regiedebüt ihren eigenen Roman von 1994 und schreibt sich damit in die Geschichte des Skandalfilms ein.

Nadine und Manu, zwei Frauen aus der französischen Unterschicht, kämpfen mit Armut und Erniedrigungen aller Art, halten sich mit Sexarbeit über Wasser und werden regelmäßig Opfer brutaler Übergriffe. Der Tropfen, der das Fass für sie zum Überlaufen bringt, ist eine filmisch hochgradig explizit inszenierte Vergewaltigung. Statt sich weiterhin in der Opferrolle einzurichten, greifen sie zur Waffe…

"Rauben, Töten, schneller Sex: Virginie Despentes' Skandalfim "Baise-moi" setzt an, wo "Natural Born Killers" und "Thelma und Louise" aufhörten - allerdings ganz ohne Hollywood-Pathos" - Simone Mahrenholz für SPIEGEL

Informationen

Länge
74 min
Fassung
OmdU
Filmformat
35mm

News

THE NO MERCY COLLECTION ON SCREEN – Die Filmschau zu NO MERCY von 27. Februar bis 31. März im Kino

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Länge
74 min
Fassung
OmdU
Filmformat
35mm

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