La Sindrome di Stendhal


Ein Serienvergewaltiger und Mörder (Thomas Kretschmann) treibt sein Unwesen. Die fahndende Polizistin Anna Manni (Asia Argento) verfolgt ihn nach Florenz, wo sie unter dem Stendhal-Syndrom leidet – der Eindruck grandioser Kunstwerke löst Wahnvorstellungen bei ihr aus. Dem Killer kommt das gerade recht. Ihm ist es ein Leichtes, die halluzinierende Anna zu überwältigen und zu vergewaltigen. Ihr gelingt die Flucht, doch fortan hat sie ein Trauma. Nach der zweiten Vergewaltigung kann sie den Killer töten und die Leiche im Fluss verwinden lassen. Aber dann gehen die Morde weiter und Anna muss sich fragen, ob der Killer am Ende gar nicht tot war…Thomas Kretschmann («Stalingrad», «Affären») jagt als heimtückischer Psychokiller die junge Polizistin Asia Argento durch das malerische Florenz. Psycho-Horrorthriller des italienischen Kultregisseurs.

The Price of Everything


Werke von Jean-Michel Basquiat oder Gerhard Richter werden bei Auktionen für unglaubliche Summen verkauft. Kunst ist heute ein riesiges Spektakel, bei dem es neben Aufmerksamkeit vor allem um das ganz große Geld geht. Und dabei folgt der Kunstmarkt für Außenstehende kaum nachvollziehbaren Regeln. Doch kann der Wert von Kunst wirklich in Dollar gemessen werden? Und was bedeutet dieses kommerzgetriebene Konzept für die Kunstschaffenden selbst?

Nathaniel Kahns gefeierter Dokumentarfilm THE PRICE OF EVERYTHING beleuchtet auf unterhaltsame und intelligente Weise die Rolle von Kunst in einer konsumorientierten Gesellschaft und taucht tief in die zugleich faszinierenden wie grotesken Seiten des Kunstmarkts ein. Der Film lässt prominente Szenekenner zu Wort kommen – darunter Kunsthändler, Sammler, Auktionatoren und nicht zuletzt Künstler wie Jeff Koons, Larry Poons und Gerhard Richter.

Weltkino

Mehr als tausend Worte


Der Film Mehr als tausend Worte hielt 2008 die bereits sehr lebendige, aber kaum dokumentierte Hip Hop Szene in Österreich filmisch fest. Die Regisseurinnen Luna Lona und Maniok begleiteten unter anderem Kamp, Deph Joe, Wisdom, Kayo, Manuva und P.Tah auf der Reise vom Beat bis zur Aufnahme und schließlich zum Live-Auftritt und zeichnen so ein Bild der verschiedenen Kreativprozesse. Seit 2008 hat sich nun doch einiges getan in der hiesigen HipHop Szene – auch sind einige beeindruckende Rapperinnen dazu gekommen!

Gemeinsam mit Yasmo werden wir nach dem Film die Gelegenheit haben einige ProtagonistInnen kennenzulernen und über Hip Hop in Österreich zu sprechen!

White Material


Bereits in ihren Filmen Beau travail, L’Intrus oder 35 rhums forschte die französische Filmemacherin Claire Denis nach jenen Dingen, die die Welt im Innersten zusammenhalten: Gewalt und Leidenschaft, Traum und Erinnerung, Alltag und Routine, Fremdheit und Zärtlichkeit. In ihrer jüngsten Arbeit, White Material, folgt sie der Auflösung einer Kaffeeplan­tage in den Wirren eines afrikanischen Bürgerkriegs. Die Arbeiter fliehen, die Besitzerin versucht, im Dorf neue Arbeiter zu organisieren, um die Ernte noch einzufahren, der Mann will seine Haut durch Geschäfte mit dem Bürgermeister und seinen Milizen retten, der Vater ist sterbenskrank, und der erwachsene Sohn ist auch keine Hilfe, weil er längst auf seinem eigenen Trip ist. Aber so einfach sind die Beziehungen bei Denis nie zu durchschauen, weil man sie sich auch selbst erschließen muss. Die Faszination rührt daher, dass die Figuren nie um Aufmerksamkeit buhlen, sondern nur so viel preisgeben, wie man in die Begegnung mit ihnen zu investieren bereit ist. Durch ihre Welt bewegt man sich auf Augenhöhe, erst tastend, dann neugierig, bis man irgendwann gefangen ist. Und wenn die Gewalt dann ausbricht, folgt sie nicht den üblichen Regeln des Kinos, sondern mit einer Beiläufigkeit, in der ihre Willkür und Grausamkeit umso schockierender spürbar werden. Wie genau und zugeneigt der Blick von Claire Denis ist, merkt man schon daran, dass man Isabelle Huppert selten so bei sich gesehen hat wie hier.

Michael Althen, Viennale

The Painter Sam Francis


Forty years in the making, ‘The Painter Sam Francis’ is artist Jeffrey Perkins’ lyrical and intimate portrait of a friend, mentor, and leading light of American abstract art.

The film retraces Francis’ life and career from his childhood in California to his artistic maturation in post-war Paris, his time spent in Japan, and his return to the United States. Hinging on an interview that Perkins conducted with Francis in 1973, as well as extended scenes of the artist at work in the studio, the film provides deep insight into a man for whom creativity was a powerful life-sustaining force.

Interviews with friends, family, and fellow artists – including Ed Ruscha, James Turrell, Bruce Conner, Alfred Leslie, and others – illuminate a mysterious and complex personality, and its reflection in a body of work that is simultaneously diverse and singular. For Francis, art was a path to transcendence; for Perkins, Francis was art.

‘The Painter Sam Francis’ is a labor of love, a moving portrait of a man, and a tribute to the power of art.

Freies Kino, Body and Soul Productions

Die Wagner Renaissance von Speichersdorf – Materialsammlung aus Anlass von „Mondparsifal“


„Was nicht gebrochen wird, kann nicht gerettet werden.“ So Heiner Müller über Opern im Vorspann zu GÖTTERDÄMMERUNG IN WIEN, einer der ersten „Basisgeschichten“ in Alexander Kluges monumentalem Prosakompendium CHRONIK DER GEFÜHLE. Als Filmemacher, TV-Produzent, Autor hat sich Kluge immer wieder am Genre der Oper und im Speziellen an Richard Wagner abgearbeitet. Befreundet mit Jonathan Meese, inspiriert von Bernhard Lang und nicht zuletzt vom Titel PARSIFAL VERLERNEN hat er nun dem Stadtkino im Künstlerhaus und den Wiener Festwochen ein großes Geschenk gemacht: Zwei Langfilme und mehrere „Minutenfilme“, in denen er noch einmal Szenen und Gespräche aus seinem Wagnermaterial Revue passieren lässt bzw. diese zu einer großen Erzählung verdichtet, indem er die Frage stellt: „Wie kann man etwas verlernen, das man gar nicht kennt?“ Mit Beiträgen von Jonathan Meese an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz Berlin, mit Hannelore Hoger als Festspieldirektorin der Nietzsche-Festspiele von Speichersdorf (12 km von Bayreuth), mit Jochen Schmeckenbecher als Klingsor („Die Atemsäule und der Wagnerton“), Szenen aus Parsifal in der Inszenierung von Dmitri Tcherniakov an der Staatsoper im Schillertheater Berlin und aus der Parsifalinszenierung Calixto Bieitos an der Staatsoper Stuttgart.

Parsifal verlernen


„Was nicht gebrochen wird, kann nicht gerettet werden.“ So Heiner Müller über Opern im Vorspann zu GÖTTERDÄMMERUNG IN WIEN, einer der ersten „Basisgeschichten“ in Alexander Kluges monumentalem Prosakompendium CHRONIK DER GEFÜHLE. Als Filmemacher, TV-Produzent, Autor hat sich Kluge immer wieder am Genre der Oper und im Speziellen an Richard Wagner abgearbeitet. Befreundet mit Jonathan Meese, inspiriert von Bernhard Lang und nicht zuletzt vom Titel PARSIFAL VERLERNEN hat er nun dem Stadtkino im Künstlerhaus und den Wiener Festwochen ein großes Geschenk gemacht: Zwei Langfiilme und mehrere „Minutenfilme“, in denen er noch einmal Szenen und Gespräche aus seinem Wagnermaterial Revue passieren lässt bzw. diese zu einer großen Erzählung verdichtet, indem er die Frage stellt: „Wie kann man etwas verlernen, das man gar nicht kennt?“ Wir sehen und hören: Christoph Schlingensief nach seiner epochalen PARSIFAL-Inszenierung in Bayreuth; Einar Schleef, der kurzerhand die Ritter der Gralsburg in Bert Brechts HERR PUNTILA UND SEIN KNECHT MATTI transferierte; Frank Castorf, der Wagners MEISTERSINGER in ein Bühnenbild von Jonathan Meese einbettete; Helge Schneider – und viele weitere Wegbegleiter Kluges: Christoph Schlingensief, Heiner Müller, Peter Berling, H. J. Syberberg u. a.

Gewidmet Bernhard Lang und Jonathan Meese.

Die Wunderwelt des K. B.


Klaus Baumgartner malt und figuriert, als wäre er direkt aus der Renaissance gefallen. Ein großartiges Künstlertalent, von unglaublicher Produktivität, das allerdings bisher kaum jemand kennt. Regisseur Hans Selikovsky hat diesem Künstler ein aufwendiges Porträt gewidmet, in dem er seine geistige Welt erläutert, die sich aus Michelangelo, Vasari und Leonardo speist. Die Dokumentation spielt an den italienischen Renaissance-Schauplätzen und in Baumgartners zu Hause.

Es geht mir gut, ich komme bald


Erster Weltkrieg, März 1915: Die österreichische Festung Przemyśl fällt in die Hände der Russen. Ein Großteil ihrer Besatzung landet als Kriegsgefangene im tausende Kilometer entfernten Turkestan, in Lagern auf dem Gebiet der heutigen Staaten Usbekistan, Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan und Turkmenistan.

So sehr ist das Schicksal von 200 000 österreichisch-ungarischen Gefangenen im russischen Orient in Vergessenheit geraten, dass bisher kaum von ihnen Notiz genommen wird. „Es geht mir gut. Ich komme bald“ – so beruhigen sie ihre Angehörigen und halten die Hoffnung auf eine Heimkehr aufrecht. Mehr lässt die Briefzensur selten zu.

Wie aber erleben und überleben sie wochenlangen Transport, Lagerleben, Zwangsarbeit, Heimweh, Revolution und Bürgerkrieg in einer fremden, orientalischen Umgebung?

Welche Spuren hinterlässt ihre Anwesenheit in Zentralasien und welche Erinnerungen geben sie ihren Nachkommen weiter?

Eine außergewöhnliche Reise in eine vergessene Episode österreichischer Geschichte und durch exotische Gegenden, die uns heute nicht weniger fremd sind als den Gefangenen von damals.

Hergestellt mit Unterstützung des Österreichischen Zukunftsfonds, der Vorarlberger Landesregierung und des Österreichischen Außenministeriums

Kurt Brazda, „Freies Kino“

Yi ju ding yi wan ju – Someone to talk to


LIU Zhenyun ist der zurzeit von der chinesischen Presse und in den sozialen Medien am meisten diskutierte Schriftsteller. Viele seiner Bestseller wurden bereits verfilmt. Dem Konfuzius-Institut ist es gelungen seine Tochter Liu Yulin zu Filmpräsentation seines gleichnamigen Romanes Someone to Talk to nach Wien einzuladen.

Es ist die filmische Adaption des gleichnamigen Romans von LIU Zhenyun, der von seiner Tochter LIU Yulin verfilmt wurde und erstmals Ende 2016 in die Kinos kam. Ganz am Puls der Zeit erzählt „Someone to Talk to“ die Geschichte des Schusters Aiguo und seiner Frau die sich voneinander entfremden. Dabei ist das Problem die Kommunikation miteinander, oder vielmehr das Fehlen selbiger. Wer mit wem, wie und warum kommunizieren kann und will und was der Film mit der modernen Gesellschaft zu tun hat wird nicht nur im Film selbst aufgezeigt, sondern auch in der im Anschluss stattfindenden Diskussion mit der Regisseurin LIU Yulin.

Am Fr, 24.3. um 19 Uhr in Kooperation mit dem Konfuzius-Institut Wien. Anmeldung unter konfuzius-institut@univie.ac.at

Processing...
Thank you! Your subscription has been confirmed. You'll hear from us soon.
Niemand mag Pop Ups. Aber du wirst unsere Kino News lieben.
Verpass keinen Kinostart mehr und gewinne mit etwas Glück 1x2 Tickets für die nächste Stadtkino Wien Premiere deiner Wahl (Verlosung jeden Monat unter allen Neuregistrierungen).
ErrorHere