Crimes of the Future


So wie sich die menschliche Spezies an eine synthetische Umwelt anpasst, erfährt der Körper neue Verwandlungen und Mutationen. Saul Tenser (Viggo Mortensen), ein berühmter Performance-Künstler, stellt mit seiner Partnerin Caprice (Léa Seydoux) die Metamorphose seiner Organe in avantgardistischen Performances öffentlich zur Schau. Timlin (Kristen Stewart), eine Ermittlerin des Nationalen Organregisters, verfolgt obsessiv ihre Bewegungen, als eine mysteriöse Gruppe auftaucht… Ihre Mission: Sauls Berühmtheit zu nutzen, um die nächste Phase der menschlichen Evolution zu erhellen.

Cannes Film Festival

Blutsauger


Eine marxistische Vampirkomödie über die Sehnsucht und das Kapital

August 1928. Der sowjetische Fabrikarbeiter Ljowuschka wird als Trotzki-Darsteller für den Film „Oktober » des Regisseurs Sergei Eisenstein gecastet. Doch seine Träume vom Künstlerleben platzen, als der echte Trotzki bei Stalin in Ungnade fällt und er aus dem Film herausgeschnitten wird. So flieht der romantische Träumer aus der kommunistischen Heimat und will sein Glück in Hollywood versuchen. Noch steckt er allerdings in einem mondänen deutschen Ostseebad fest, wo er als verfolgter Aristokrat verkleidet das Geld für die Überfahrt nach New York zusammenstehlen will. Bei einem seiner Streifzüge lernt er die junge Fabrikbesitzerin Octavia Flambow-Jansen kennen, die die Sommermonate mit ihrem tölpelhaften Diener Jakob am Meer verbringt. Die exzentrische Millionärin interessiert sich für den geheimnisvollen Flüchtling und bietet ihm Unterschlupf in ihrem luxuriösen Herrenhaus. Schnell fliegt seine Tarnung auf, und noch schneller hat er sich in seine schillernde Gastgeberin verliebt – sehr zum Verdruss des literarisch ambitionierten Jakob, der ebenfalls für die Chefin schwärmt. Eine sommerliche Romanze bahnt sich an – dumm nur, dass in der Gegend Vampire ihr Unwesen treiben. Und noch dümmer, das Octavia selbst ein Blutsauger ist.

Filmgarten

Aşk, Mark ve Ölüm – Liebe, D-Mark und Tod


Mit den Menschen brachte das Anwerbeabkommen mit der Türkei 1961 auch die Musik der Gastarbeiter*innen nach Deutschland. Cem Kayas dichter Dokumentarfilmessay ist eine Nachhilfestunde in türkisch-deutscher Zeitgeschichte: Fließbandjobs, Heimweh und Familiennachzug, der Basar im Berliner Hochbahnhof Bülowstraße, Xenophobie und Rassismus, die wehmütigen Lieder der frühen Jahre und der Hiphop der Nachwendezeit. Von all dem erzählen die Musiker*innen, beginnend mit Metin Türköz und Yüksel Özkasap über die psychedelischen Derdiyoklar bis zum Rapper Muhabbet, der in den Charts stand. Ihre Musik entwickelte sich fernab von der deutscher Bands, immer getragen von der türkischen Gemeinschaft und deren Bedürfnissen. Es geht um Radio Yilmaz, diverse Musikkassettenlabels, das deutsche Exil des Protestrockers Cem Karaca und um Hochzeitsbands, die auch auf Kurdisch und Arabisch singen, um den Markt zu bedienen.Umfangreiche Archivrecherche und das Interesse an türkischer Populärkultur sind wiederkehrende Themen in Cem Kayas Werk. Mit Aşk, Mark ve Ölüm schafft er ein rhythmisch und lebendig erzähltes, filmisches Nachschlagewerk der türkischen Musik in Deutschland. (Berlinale)

„Informative and entertaining, this history of music as an identifier and political weapon is a joy to watch; full of irony and odd-ball characters who made life for themselves and kept the faith: “Kanak for Life” declares Ismet Topçu, leading us through the decades of wild musical adventure.“ (FilmUforia)

Berlinale

Last Film Show – Das Licht, aus dem die Träume sind


Der große Saal, die rauschenden Farben, das Rattern des Filmprojektors – die erste Kinoerfahrung ist eine ganz besondere. Auch die Welt von Samay, der mit seiner Familie in einem kleinen Dorf in Indien lebt, wird auf den Kopf gestellt, als er von seinem Vater zum ersten Mal in das örtliche Kino mitgenommen wird. Danach ist er sich sicher: Er möchte Filme machen! Ein glücklicher Zufall lässt ihn auf den Filmvorführer Fazal treffen, der von den Kochkünsten von Samays Mutter begeistert ist und ihn im Austausch gegen den Inhalt seiner Lunchbox kostenlos Filme schauen lässt. Kurzerhand beginnt Samay die Schule zu schwänzen und seine Zeit lieber im Projektionsraum des Kinos zu verbringen. Hier taucht er Tag für Tag in fantastische Welten ein. Doch die Idylle droht ein jähes Ende zu finden: Die Ära des Zelluloids neigt sich ihrem Ende zu und dem örtlichen Kino droht die Schließung. Samays Vater ist außerdem nicht begeistert von den Plänen seines Sohnes, Licht einzufangen und Bilder in Bewegung zu setzen. Um seinen Traum zu verwirklichen, muss Samay die Rettung des Kinos selbst in die Hand nehmen – denn seine Geschichte besteht darauf, erzählt zu werden.

In warmen, nostalgischen Bildern lässt DAS LICHT, AUS DEM DIE TRÄUME SIND die ersten Berührungspunkte mit der großen Liebe zum Kino auferstehen. Regisseur Pan Nalin ist ein zärtlicher und bewegender Liebesbrief an die Kraft des Kinos und des Geschichtenerzählens auf der großen Leinwand gelungen. Ein kraftvoller und entzückender Film, der in eine wunderbare Welt aus Licht und Zelluloid entführt und beweist, dass der Traum des Kinos nie zu groß geträumt werden kann.

Petite Maman


Die achtjährige Nelly fährt mit ihren Eltern in das Haus der geliebten, gerade verstorbenen Großmutter, um es auszuräumen. Sie stöbert in den alten Spielsachen und Büchern ihrer Mutter Marion, neugierig auf deren Kindheit. Doch Marion will sich der Vergangenheit nicht stellen, sie reist ab und lässt Mann und Tochter allein zurück.

Während ihr Vater am Haus arbeitet, streift Nelly durch die Wälder. Dort trifft sie auf ein Mädchen, das ihr wie ein Ei dem anderen gleicht. Sie heißt Marion. Schnell entwickeln die beiden eine innige Freundschaft und teilen bald ein mystisches Geheimnis, das sie auf wunderbare Weise verbindet.Unaufgeregt und dabei voller Poesie ist der Film eine Zeitreise durch die Augen eines jungen Mädchens.

Céline Sciamma hat ihr feines Gespür für die Innenwelten von Kindern schon in ihrem 2011 erschienenen Film TOMBOY bewiesen. Auf sensible Weise legt der Film auch ein Augenmerk auf das Thema des Abschiedsnehmens von geliebten Menschen. Nach dem internationalen Erfolg des Vorgängerfilms PORTRÄT EINER JUNGEN FRAU IN FLAMMEN feierte PETITE MAMAN – ALS WIR KINDER WAREN seine Weltpremiere im Wettbewerb der Berlinale 2021.

„Einmal mehr setzt Sciamma, die sich in ihrem Werk oft mit Kindheit und Jugend beschäftigt, kindliches Erleben klug in Szene: als unprätentiöse Annäherung an eine manchmal sehr entfernt wirkende Mutter mit den Mitteln der Fantasie.“ (Viennale 2021)

„Ein Kinomärchen.“ Der Tagesspiegel

„Was für ein großartiger Film – ein Juwel der diesjährigen Berliner Filmfestspiele.“ The Guardian

„Das Bezauberndste, was Sciamma bisher gemacht hat.“ IndieWire

Alamode Film

Human Flow


Rund um die Welt sind derzeit mehr als 65 Millionen Menschen gezwungen, ihre Heimat zu verlassen, um vor Hunger, Klimawandel und Krieg zu fliehen. HUMAN FLOW ist eine epische filmische Reise des international renommierten Künstlers Ai Weiwei, in der er dieser gewaltigen Völkerwanderung ein bildgewaltiges und eindrucksvolles Gesicht gibt.

Der Dokumentarfilm beleuchtet das erschütternde Ausmaß dieser Bewegung ebenso wie ihre zutiefst persönlichen Auswirkungen auf den Einzelnen.Im Verlauf eines ereignisreichen Jahres folgt der Film einer Reihe von bewegenden Geschichten von Menschen rund um die Welt durch 23 Länder, u.a. Afghanistan, Bangladesch, Frankreich, Griechenland, Deutschland, Irak, Israel, Italien, Kenia, Mexiko und Türkei.

HUMAN FLOW begleitet die Menschen auf ihrer verzweifelten Suche nach Sicherheit, Schutz und Gerechtigkeit: von überfüllten Camps über lebensgefährliche Meeresüberquerungen zu von Stacheldraht bewehrten Grenzen; von Vertreibung und Desillusionierung zu Mut, Ausdauer und Anpassung; von der quälenden Erinnerung an das zurückgelassene Leben zu unsicheren Zukunftsaussichten. HUMAN FLOW erscheint in einer kritischen Zeit, in der Toleranz, Mitgefühl und Vertrauen mehr denn je gebraucht werden. Der eindringliche Film ist ein Zeugnis für die Unantastbarkeit der menschlichen Würde und wirft eine der Fragen auf, die prägend für dieses Jahrhundert sein werden: Wird unsere globale Gesellschaft es schaffen, sich von Furcht, Isolation und Eigennutz zu lösen und einen Weg der Offenheit, Freiheit und des Respekts für Menschlichkeit einschlagen?

The Rest


„The Rest“ is a documentary by Ai Weiwei about refugees who arrived in Europe, the world’s bastion of human rights. These refugees fled war and persecution in Afghanistan, Iraq, Syria, and other conflict-ridden countries. They sought refuge in France, Italy, Germany, Greece, Sweden, and Turkey, but most have not found the safe havens of their dreams. Instead, they now live in limbo within a disintegrating humanitarian aid system, no longer the center of media attention, yet unable to move forward with their lives. They are „The Rest“.

In 2017 Ai Weiwei released „Human Flow“, his epic film about the global refugee crisis, spanning 23 countries in Africa, Asia, Europe, and North America. Since then, the crisis has only worsened, and rising anti-immigrant sentiments have been stoked by populist European politicians. Those refugees awaiting sanctuary in Europe found their lives put on hold, victims of overburdened aid systems, media fatigue and intensifying nationalism. For these reasons, Ai Weiwei decided to create „The Rest“ from the 900 hours of unused footage from „Human Flow“ to call attention to the unresolved plight of refugees on European soil.

„The Rest“ is a personal, deeply trenchant film focused on the everyday lives of refugees in Europe. Most of the film is told through interviews with refugees and footage of their living situations. They speak of the hardship and danger they faced fleeing war, poverty, and persecution, and of the treacherous routes they undertook to find safety in Europe. Now, however, they face a different type of suffering in Europe, stalled by overburdened aid infrastructures as well as escalating anti- immigrant sentiments. „The Rest“ is not only an accumulation of refugees‘ stories but also a mirror of the European political zeitgeist.

Fairytale


FAIRYTALE is a documentary film by the well-known Chinese artist, architect, curator and documentary filmmaker Ai Weiwei. It documents his project „Fairytale“ for Europe’s most innovative five-yearly art event Documenta 12 in Kassel, Germany in 2007: Ai Weiwei invited 1001 Chinese citizens of different ages and from various backgrounds to Germany to experience their own fairytale for 28 days. „Fairytale“ was judged one of the most sensational artworks at the Documenta 12.

The 152-minute film documents the whole process beginning with the preparations for the project, through the challenges that the participants had to face, up to the actual journey to Germany, as well as the artist’s ideas behind the work.

„This is a work I emotionally relate to. It grows and it surprised me.“ ―Ai Weiwei in Fairytale

Ai Weiwei – The Fake Case


Nach 81 Tagen Einzelhaft wird Ai Weiwei unter Hausarrest gestellt. Er leidet an Schlafstörungen und unter Gedächtnisverlust, 18 Kameras überwachen sein Studio und seine Wohnung, Polizisten folgen ihm auf Schritt und Tritt. Ai Weiwei ist gezeichnet von der Haft, doch er glaubt an die sich anbahnenden Veränderungen der chinesischen Gesellschaft. Und er tut alles für ihre Verwirklichung. THE FAKE CASE geht über eine Künstlerdokumentation im klassischen Sinn hinaus. Der Film tauscht konsequent eine externe Perspektive auf den Künstler Ai Weiwei und sein Werk gegen ein persönliches Porträt ein. Den Künstler eng begleitend konzentriert sich Andreas Johnsen über ein Jahr hinweg auf die existentiell schwierige Situation Ai Weiweis nach seiner Haftentlassung. Der Film fängt das subtile und labile Geflecht aus staatlichen Zwängen und familiären Banden, aus Freundschaft und Isolation, aus Beklemmung und Lebensfreude ein. Sie bestimmen Leben und Arbeit Ai Weiweis in dieser extremen Lebenssituation.

Coronation


Wuhan, die erste Stadt, die von der Pandemie betroffen war, zählt rund 11 Mio. Einwohner, die von dem ersten Lockdown betroffen waren. Ai Weiwei zeichnet nicht nur ein bewegendes Bild von Chinas Reaktion auf die Krise, sondern zeigt auch Einwohner*innen Wuhans und ihre Art und Weise, mit der Pandemie umzugehen.

film.at

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