WENJA


„WENJA“ erzählt die fesselnde Geschichte einer jungen Frau mit Gedächtnisverlust, die sich auf die Suche nach ihrer Identität begibt und dabei von mysteriösen Halluzinationen heimgesucht wird. Während Realität und Visionen zunehmend verschwimmen, erkennt Wenja, dass ihre persönliche Vergangenheit untrennbar mit den Auswirkungen menschlichen Handelns auf die Umwelt verknüpft ist. Auf einer tieferen Ebene entfaltet der Film sich als allegorisches Märchen über den Umgang der Menschheit mit dem Klimawandel – zwischen Verdrängung, Schuld und der Möglichkeit zu einem radikalen Neuanfang.

„WENJA“ wurde vollständig ehrenamtlich von den Mitgliedern der Theater AG Hipstedt realisiert und durch die Europäische Union, den Fonds Soziokultur sowie den Landschaftsverband Stade gefördert.

Teresas Körper


Mit 67 wird Teresas Leben von den Schmerzen bestimmt, die sie in ihrem Körper trägt – unsichtbar, doch stets präsent. Auf der Suche nach Linderung legt sie sich auf den Boden, zu Hause oder unter einen Baum, bei ihrem „kleinen Himmel“, einem tröstenden Amulett. Doch als Muster aus der Vergangenheit wiederkehren, muss Teresa fliehen. Diesmal nicht vor einem Mann, sondern hinein in eine unerwartete Reise mit ihren Töchtern – von denen eine die Regisseurin dieses Films ist.

Little, Big, and Far


In der Hoffnung, einen möglichst dunklen Himmel vorzufinden, fährt der österreichische Astronom Karl nach einer Konferenz in Athen auf eine kleine griechische Insel. Während er die Sterne betrachtet, denkt der Siebzigjährige über seinen Museumsjob, seine auseinanderdriftende Ehe, die Klimakrise sowie die Errungenschaften der Wissenschaft nach. Jem Cohens essayistischer Spielfilm bewegt sich zwischen kosmischer Landschaftsbetrachtung, wissenschaftsgeschichtlicher Reflexion und Charakterstudie.

Wenn Karl (Franz Schwartz) gefragt wird, was er als Astronom so mache, antwortet er stets, dass er drei Dinge verstehen will: das Große, das Kleine und das Ferne. Alle drei sind eng miteinander verwoben. Und weil ihn das Ferne immer am stärksten anzog, widmet sich der mittlerweile 70-jährige Österreicher der Betrachtung und Erforschung des Sternenhimmels. Doch nun steht Karl am Scheideweg seines Lebens und seiner Arbeit. Sein Job als Berater eines naturhistorischen Museums ist nicht mehr sicher; seine Frau, eine Physikerin, hat eine Professur in den USA angenommen. Nach einer Konferenz in Athen beschließt Karl, nicht nach Hause zurückzukehren, sondern auf eine kleine griechische Insel zu fahren, in der Hoffnung, dort einen möglichst dunklen Himmel vorzufinden, um wieder mit den Sternen in Kontakt zu kommen. Während er dort das Universum beobachtet, denkt der er über seine auseinanderdriftende Ehe, die Klimakrise und die Errungenschaften der Wissenschaft nach.

Nach Museum Hours (2012), der rund um das Kunsthistorische Museum Wien spielt, verbindet Jem Cohens neuer, essayistisch angelegter Film eine Charakterstudie mit wissenschaftsgeschichtlicher Reflexion und ökologischer Zukunftsthematik. Die lange Produktionszeit unterläuft die üblichen Spielfilmkonventionen und erlaubt eine dokumentarische Ästhetik. Cohen trägt die verschiedensten Bilder zusammen und lässt den Raum sich ausdehnen: Beeindruckende Landschaften auf der Erde befinden sich im fließenden Übergang mit fernen Gestirnen und Welten, die ebenso am Firmament aufscheinen wie in uns selbst – einmal sind wir sogar kurz auf dem Mars, Ziel von Elon Musks wirren Besiedelungsfantasien. Der Tonfall des Films ist ruhiger, besinnlicher, meditativer. Die Erde wird hier selbst zum Himmelskörper, von dem aus wir öfter in den Himmel schauen sollten. (Anna Steinbauer) (Diagonale 2025)

Wild Relatives


Ein Samenkorn sei wie die Liebe in den Herzen der Menschen, so ein Lyriker bei der Neueröffnung des aus Syrien in den Libanon evakuierten landwirtschaftlichen Zentrums. Der Film WILD RELATIVES dokumentiert eindrucksvoll, wie von der im norwegischen Permafrost angelegten Saatgutbank erstmals Pflanzensamen aus Aleppo entnommen, zur Vermehrung in den Libanon und wieder zurück transportiert werden. Durch das Prisma der syrischen Katastrophe sowie der global sich unterschiedlich auswirkenden Probleme Artensterben und Klimawandel betrachtet, wird das Bewahren und Weitergeben lokalen Saatguts zu einem Akt des Widerstands. (Maria Marchetta) – VIENNALE’18

das flash presents: Mellow Film Tour 2026


das flash freut sich die erste Ausgabe der Mellow Film Tour im Stadtkino zu präsentieren. Vier Filmpremieren der härtesten Begehungen der Welt: 

Brooke Raboutou, Sean Bailey & Connor Herson on the hardest ascents in the world, plus an Alaskan alpine curveball: two of the best in the mountains Jackson Marvell & Matt Cornell – take Shawn Raboutou & Nathaniel Coleman way out of their element. Come watch the next generation make history.

Supported by The North Face, Yeti, Black Diamond, Vibram
Additional Support Wien Screening by Petzl Österreich und Evolv. 

Preis: 15 € – TICKETS
-> vergünstigte Tickets für Zeitkartenbesitzer*innen im flash sind an der flash Kassa erhältlich.

Freies Kino: Götz Bury & Meina Schellander von Peter Putz


Freies Kino
24. März 2026, 20:00
Freier Eintritt, Zählkarten an der Abendkassa

Eine Veranstaltung vom Künstlerhaus.

Götz Burys Wunderkammer
Ein Film von Peter Putz, Ewiges Archiv, 2025, 28 min.

Im Film erzählt der experimentelle Bildhauer und Performance-Künstler Götz Bury unter anderem von seinen Projekten mit dem 2024 verschollenen Schriftsteller Bodo Hell, vom Domprediger Abraham a Santa Clara, den Sterneiern von Taxa und auch vom Künstler Franz West, für den er mehrere Jahre arbeitete. Das Werk von Götz Bury ist sehr vielfältig, einige Jahre betrieb er – auch für SOHO Ottakring – die „Traumfabrik“, in der man/frau sich mit diversen Requisiten vor Kulissen wie Südseestränden, Bohrinseln, Traumvillen fotografieren lassen konnte, lange Zeit veranstaltete er mit dem leider im Dachsteingebiet verschollenen Schriftsteller Bodo Hell Aktionen, Lesungen und Prozessionen durch die Innenstadt, er baute Musikinstrumente aus Trommeln von Waschmaschinen und Abfallmetall, gibt Kochshows zum „besser Leben ohne Nichts“ und vieles mehr. Götz Bury war auch einige Jahre Leiter der Metallwerkstätte von Franz West und baute viele der mittlerweile sehr bekannten, begehrten und hochgehandelten Metallmöbel.

Ein Film von Peter Putz, Ewiges Archiv, 2025, 28 min.
Konzept, Regie, Produktion: Peter Putz; Schnitt und Digitale Produktion: Patrick Spanbauer, on-screen.at; Kamera und Ton: Patrick Spanbauer; Videoclips: Peter Putz; Fotografien: Götz Bury, Charly Kiemer, Peter Putz; Lesung ÖNB und Literaturmuseum: Bodo Hell; Hannes Flaschberger: Shakespeare King Lear; Maria Frodl: Metall-Cello (Bach); Isabella Fink: Metall-Cello (Literaturmuseum); Erwin Rehling: Steinspiel (Literaturmuseum); Musik: Little Rosies Kindergarten; „Daily Routine“: Judith Schwarz; „Kitchensink-Blues“: Werner Zangerle; Produktion © Peter Putz, 2025, ewigesarchiv.at

Meina Schellander – biegen brechen kippen gleiten
Ein Film von Peter Putz · Ewiges Archiv, 2025, 40 min.

Meina Schellander ist eine Künstlerin, deren umfangreiches, nahezu sechs Jahrzehnte umspannendes Werk in einer Reihe wie das von Cornelius Kolig, Valie Export, Walter Pichler, Maria Lassnig oder Bruno Gironcoli steht, das aber im Verhältnis zu seiner Bedeutung nicht angemessen wahrgenommen wird. Es ist ein konsequentes, kompromissloses und sehr komplexes Werk, das weder gefällig ist, noch sich auf einen flüchtigen Blick hin erschließt. Ausgangspunkt für diesen Film war die Ausstellung von Meina Schellander „In einen Kreis ein Quadrat –“ im Museum Liaunig in Neuhaus/Suha im Jahr 2024. Mit der Künstlerin wurden in der Folge einige ihrer Werke im öffentlichen Raum besucht, die sie selbst teils jahrzehntelang nicht mehr gesehen hatte, ua. „Platzgedicht“, 1989–91, Bundesamtsgebäude Krems/NÖ; „Flucht in die Distanz“, HTBLVA in Ferlach/Kärnten, 1997–2000 und „ADD.LIN.FRE. 13–16“ im AKH Wien. Ebenfalls Thema sind die Verspannungen am Dom Maria Saal: „Konnexion 1“, 2007, in der Jesuitenkirche Wien: „Konnexion 2“, 2008 und am Haus ihrer Mutter in Ludmannsdorf: „Konnexion 1=3“, 2008. Am Ende des Films ist die mehr als 35 Jahre eingelagerte Arbeit von Meina Schellander, „Einheitenfuge 1: Teil/Rest 1–18 mit Gegenstellwerk 1–19“, 1982–89 in der Galerie Crone Wien erstmals wieder in einer Ausstellung zu sehen.

Konzept · Regie · Produktion: Peter Putz; Dramaturgische Mitarbeit · Schnitt: Monica Parii, on-screen.at; Kamera: Martin Bachner, Peter Putz, Patrick Spanbauer; Aufnahmen Dom Maria Saal, Haus Ludmannsdorf: Robert Schabus; Ton: Patrick Spanbauer; Performance-Video: Gertrude Moser-Wagner; Texte und Sprecherin: Natalie Deewan; Gespräche mit Alexandra Grimmer, Kuratorin · Gertrude Moser-Wagner, Projektkünstlerin · Stefan Reiterer, Künstler · Mélanie Scheiner, Kuratorin · Gustav Schörghofer SJ, Rektor der Jesuitenkirche; Fotos: Gisela Erlacher, Georg Kopr, Franz Schachinger, Meina Schellander, Foto Vouk; Kompositions-Uraufführung Museum Liaunig, 2024: Clementine Gasser (Violoncello), Matija Schellander (Kontrabass, Elektronik) · Weitere Musik: Clementine Gasser (Violoncello); Produktion © Peter Putz, 2025, ewigesarchiv.at, gefördert durch Land Kärnten Kultur

Biographie Peter Putz – geb. 1954 in Ebensee/OÖ. Universität für angewandte Kunst Wien. Studien- und Arbeitsaufenthalte in Poznan/PL (1977/78); Montréal/CAN, (1988/89); Paris/F, (1990); New York/USA (1995). -Seit 1978 Animationsfilme und zahlreiche Dokumentarfilme über Künstler*innen. Seit 1980 Arbeit am Projekt „Das Ewige Archiv“, einer dynamischen Enzyklopädie zeitgenössischer Wirklichkeiten. www.ewigesarchiv.at

A Sad and Beautiful World


Eine mitreißende Lovestory über drei Jahrzehnte, in der sich die wechselhafte Geschichte des Libanon spiegelt. Nino und Yasmina werden am selben Tag im selben Krankenhaus geboren, doch sie begegnen sich erst in der Schule. Beide spüren sofort eine unmittelbare, tiefgehende Verbindung, die sie sich nicht erklären können. Gemeinsam schmieden sie einen Plan: Sie wollen Beirut mit einem »magischen« Zug verlassen. Doch als der Moment der Flucht gekommen ist, taucht Yasmina nie auf. Erst 25 Jahre später führt das Schicksal die beiden wieder zusammen und sie beschließen, eine Familie zu gründen – allen Widerständen und Krisen zum Trotz. (Filmfest Hamburg 2025)

A Sad and Beautiful World ist Cyril Aris Spielfilmdebüt und feierte Premiere auf den Filmfestspielen von Venedig.

“An appealing, soulful romance with a considerable emotional tug” – SCREENDAILY

“An evocative and wistful romance (…) told with propulsive visual energy” – VARIETY

Die Kreuzung


Das geordnete Leben von Tadeusz, einem pensionierten Chefarzt, ändert sich schlagartig, als er einen Verkehrsunfall verursacht. Ein junger Mann stirbt, Tadeusz muss sich der Verantwortung stellen. Anstelle eines ruhigen und gut geplanten „goldenen Herbstes seines Lebens” sieht er sich mit einer Situation konfrontiert, die sowohl ihn als auch seine Nächsten überfordert. Ein Schatten fällt auf seine Ehe, die Beziehung zu seinem Sohn und die bevorstehende Hochzeit seiner geliebten Enkelin. Außerdem taucht in sein Leben die Witwe des Verstorbenen. Von Tag zu Tag verdichtet sich die Atmosphäre, Emotionen gewinnen die Oberhand und die Zukunft ist nicht mehr so sicher, wie sie schien.

LARP: Love, Trolls and Other Quests


Eine humorvolle Geschichte über das Erwachsenwerden, die erste Liebe, die Suche nach Akzeptanz, die eigene Identität, Teenagerträume, Ängste, und familiäre Beziehungen. Sergiusz, ein netter, guterzogener Teenager, wird von seiner Familie missverstanden und von Schulkollegen wegen seiner Leidenschaft für Fantasy und LARP (Live Action Role Playing) gemobbt. In der unglaublichen Welt der Fantasie und Abenteuer ist er ein echter Held – männlich, mutig, unbesiegbar. In der realen Welt ist das nicht unbedingt der Fall. Die Situation wird noch komplizierter, als eine neue Schülerin in seine Klasse kommt – die schöne Helena, in die er sich auf den ersten Blick verliebt.

Briefe aus der Wilcza


Eine Straße im Zentrum Warschaus bildet den Ausgangspunkt dieses humorvollen und zugleich zutiefst persönlichen Porträts Polens. Der Filmemacher Arjun Talwar ist vor über zehn Jahren aus Indien nach Polen migriert – und fühlt sich doch bis heute nicht ganz angekommen. Die Ulica Wilcza, in der er lebt, ist dabei alles andere als ein Ort der einfachen Zugehörigkeit. Um seine Integration voranzubringen und seinem eigenen Gefühl des Fremdseins auf den Grund zu gehen, beginnt Arjun, seine Nachbarinnen zu filmen und seine Beziehungen zu ihnen bewusst auf die Probe zu stellen. Langsam entfaltet sich ein Bild des modernen Europas: ein Kaleidoskop aus Widersprüchen, Sehnsüchten und Ängsten.

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