PUREV-OCHIR Lkhagvadulam (PUREV-OCHIR Lkhagvadulam) Chingiz NARYNOV (Mergen)Frankreich, Mongolei (A SOUTH FACING WINDOW),Kirgisistan (Mergan) 2025 / 124 min
Vorfilm: A SOUTH FACING WINDOW (OT: Урагшаа харсан цонх)
PUREV-OCHIR Lkhagvadulam, Frankreich, Mongolei 2025, 19 Min, Farbe, OmeU
MERGEN
Nurtai ist ein höchst einsilbiger Kommissar. Die monumentalen Landschaften des Tian-Shan-Gebirges, in dem Mergen, der fiktive Ort des Geschehens, angesiedelt ist, scheinen der Bevölkerung die Sprache verschlagen zu haben – oder die Armut der Region, in der einzig illegaler Raubbau an Bodenschätzen wie Gold oder Wilderei das Überleben zu sichern scheinen. Nurtai will die Umstände des Ablebens eines Jägers aus dem Ort aufklären, alle Spuren führen zunächst zu Kerim, der als Wilderei-Chef die Gegend kontrolliert und illegale Jagden für reiche Tourist*innen organisiert. Doch je weiter Nurtai ermittelt, desto mehr wird er von Visionen über die siebenjährige Anara heimgesucht, die vor kurzem verschwunden ist. Handelt es sich bei den Visionen um hellseherische Eingebungen, oder ergreift doch dieselbe Krankheit von Nurtai Besitz, die seinen Vater in die Psychiatrie gebracht hat? Der Ermittler muss sich seiner Vergangenheit stellen, um den Untergang des Ortes zu verhindern…
Mit Mergen hat Chingiz Narynov einen Neo-Noir geradezu biblischer Dimensionen geschaffen, kantig und rau, zugleich aber sagenhaft zärtlich in seinen Bildern.