Žiga Virc ( STEALING LAND), Dimitris Moutsiakas (GEKAS)Slowenien/ Griechenland 2025 / 95 min
Stealing Land ist ein vorbildliches Beispiel für Low-Budget-Filme vom Feinsten – intensiv und auf höchstem Niveau. Es handelt sich um ein klaustrophobisches Kammerspiel, in dem zwei Paare aufeinandertreffen, nachdem ein Schulhofspiel ihrer Kinder (das dem Film seinen Titel gibt) eine politisch unkorrekte Wendung nimmt. Im Laufe des Abends nehmen die Spannungen und gegenseitigen Vorwürfe rasch zu, vermittelt durch das ökonomische und humorvolle Drehbuch von Iza Strehar. Das angeblich in nur zwei Tagen gedrehte und innerhalb weniger Monate fertiggestellte Filmwerk feierte im Oktober beim jährlichen slowenischen Filmfestival in Portorož seine Premiere und stieß dort auf sehr positive Resonanz – genau wie 2016 der Film Houston, We Have a Problem! von Regisseur Žiga Virc, der dort den Hauptpreis gewann.
Die mit scharfer Beobachtungsgabe gedrehte Miniatur Gekas gewann mehrere Preise bei zwei Filmfestivals in ihrem Heimatland, wobei beide Events den Kameramann Giorgos Karvelas mit Preisen auszeichneten. Als Vasilis 12 Jahre alt wird, schenkt ihm sein Vater eine Waffe und einen jungen Jagdhund – einen Griechischen Laufhund („gekas” auf Griechisch) –, als Teil seines Übergangs vom Jungen zum Mann. Karvelas fängt in dieser Geschichte über Vasilis gekonnt die feucht-düstere Atmosphäre der griechischen Landschaft ein. Wie die Kritikerin Amber Wilkinson von Eye For Film feststellte: „Obwohl der Film nur 25 Minuten dauert, ist er prägnant, fesselnd und könnte, obwohl er in sich abgeschlossen wirkt, leicht die Grundlage für einen ebenso starken, längeren Spielfilm im Stil von Ken Loach bilden.“ (NY)