YOO JaeinSüdkorea 2025 / 106 min
Ein normaler Tag in einem Mädcheninternat irgendwo auf dem Land. Plötzlich die Nachricht: Klassenlehrer Jong-sung ist spurlos verschwunden. Die meisten Schülerinnen nehmen es gelassen, doch Yun-ji ist zutiefst verstört. Sie hatte eine Affäre mit dem (verheirateten) Lehrer und ist schwanger. Ist er untergetaucht, um keine Verantwortung übernehmen zu müssen?! Yun-jis coole Zimmernachbarin Kyung-sun dagegen scheint vor allem an Geld interessiert, sie verkauft Liquids für E-Zigaretten an ihre Mitschüler*innen und spart jeden Cent, um sich endlich ihren Traum finanzieren zu können und nach Australien abzuhauen. Doch als sie nach der Schule in das gemeinsame Zimmer zurückkehrt, ist all ihr Geld gestohlen und Yun-ji auf und davon, um sich Abtreibungspillen zu besorgen. Voller Zorn nimmt Kyung-sun die Verfolgung auf, doch als sie Yun-ji endlich habhaft wird, nimmt der Film eine überraschende Wendung: Freundinnenschaft kommt ins Spiel, Kyung-sun beginnt, sich mit ihrer Zimmergenossin zu solidarisieren, die jungen Frauen wägen gemeinsam die Optionen (illegaler) Abtreibung vs. jugendlicher Schwangerschaft ab und Yun-ji fasst im weiteren den Mut, die Ehefrau des Klassenlehrers zu konfrontieren.
Mit seinen bestechenden Bildern erzählt En route to so von viel, viel mehr als einer ungeplanten Schwangerschaft, einer ‚unmöglichen Liebe‘ oder dem Elend illegaler Abtreibung (in Südkorea). Nämlich von der Schönheit des Erwachsen Werdens mit Freundinnen, von Solidarität und Empathie – und der leisen Erkenntnis, dass es nicht nur ‚den einen‘ richtigen Weg gibt.