Mohammad TOUQIR ISLAMBangladesch 2026 / 94 min
Partha, Sohn verarmter Jatra-Künstler*innen (ein bis heute vor allem im Osten des indischen Subkontinents populäres Volkstheater), ist auf der Suche nach seinem eigenen Weg. Während seine Eltern weiterhin alles daran setzen, ihren Lebensunterhalt mit dem Theater zu verdienen, engagiert sich sein bester Freund Mihir in der Politik: Er will verhindern, dass alte Seilschaften im Dorf wieder das Ruder übernehmen und der aus dem Exil zurückgekehrte manipulative Oppositionsführer die Nöte der Bevölkerung für seine eigenen korrupten Zwecke ausnutzt. Partha hingegen ist gerade vor allem verliebt, doch die Eltern der angebeteten Nupur stimmen der Heirat nicht zu. Ist Durchbrennen eine gute Idee, wo doch das Dorf von einer mächtigen Überschwemmung heimgesucht wird? Während die Welt ringsherum in den Fluten versinkt, versucht Partha, einen klaren Kopf zu bewahren…
Selten hat es ein Film verstanden, in so eindringlicher Weise von den existentiellen Nöten einer ganzen Generation zu berichten, ganz ohne in den leisesten Anflug von Paternalismus oder Misanthropie zu verfallen. Und selten hat das Kino so beredt und zugleich mit wenigen Worten davon erzählt, wie sich die verheerenden Folgen von Klimawandel und Landgrabbing in einer der marginalisiertesten Regionen des Erdballs ausnehmen!