Vera


Die erfolglose Schauspielerin Vera lebt im Schatten ihres berühmten verstorbenen Vaters. Überdrüssig unzähliger Schönheitsoperationen und oberflächlicher Beziehungen treibt sie durch die römische High Society. Als sie bei einem Verkehrsunfall ein Kind verletzt, baut sie eine aus ihrer Sicht intensive Beziehung zu dem neunjährigen Buben und dessen Vater auf.

Crimes of the Future


So wie sich die menschliche Spezies an eine synthetische Umwelt anpasst, erfährt der Körper neue Verwandlungen und Mutationen. Saul Tenser (Viggo Mortensen), ein berühmter Performance-Künstler, stellt mit seiner Partnerin Caprice (Léa Seydoux) die Metamorphose seiner Organe in avantgardistischen Performances öffentlich zur Schau. Timlin (Kristen Stewart), eine Ermittlerin des Nationalen Organregisters, verfolgt obsessiv ihre Bewegungen, als eine mysteriöse Gruppe auftaucht… Ihre Mission: Sauls Berühmtheit zu nutzen, um die nächste Phase der menschlichen Evolution zu erhellen.

Cannes Film Festival

Aşk, Mark ve Ölüm – Liebe, D-Mark und Tod


Mit den Menschen brachte das Anwerbeabkommen mit der Türkei 1961 auch die Musik der Gastarbeiter*innen nach Deutschland. Cem Kayas dichter Dokumentarfilmessay ist eine Nachhilfestunde in türkisch-deutscher Zeitgeschichte: Fließbandjobs, Heimweh und Familiennachzug, der Basar im Berliner Hochbahnhof Bülowstraße, Xenophobie und Rassismus, die wehmütigen Lieder der frühen Jahre und der Hiphop der Nachwendezeit. Von all dem erzählen die Musiker*innen, beginnend mit Metin Türköz und Yüksel Özkasap über die psychedelischen Derdiyoklar bis zum Rapper Muhabbet, der in den Charts stand. Ihre Musik entwickelte sich fernab von der deutscher Bands, immer getragen von der türkischen Gemeinschaft und deren Bedürfnissen. Es geht um Radio Yilmaz, diverse Musikkassettenlabels, das deutsche Exil des Protestrockers Cem Karaca und um Hochzeitsbands, die auch auf Kurdisch und Arabisch singen, um den Markt zu bedienen.Umfangreiche Archivrecherche und das Interesse an türkischer Populärkultur sind wiederkehrende Themen in Cem Kayas Werk. Mit Aşk, Mark ve Ölüm schafft er ein rhythmisch und lebendig erzähltes, filmisches Nachschlagewerk der türkischen Musik in Deutschland. (Berlinale)

„Informative and entertaining, this history of music as an identifier and political weapon is a joy to watch; full of irony and odd-ball characters who made life for themselves and kept the faith: “Kanak for Life” declares Ismet Topçu, leading us through the decades of wild musical adventure.“ (FilmUforia)

Berlinale

Last Film Show – Das Licht, aus dem die Träume sind


Der große Saal, die rauschenden Farben, das Rattern des Filmprojektors – die erste Kinoerfahrung ist eine ganz besondere. Auch die Welt von Samay, der mit seiner Familie in einem kleinen Dorf in Indien lebt, wird auf den Kopf gestellt, als er von seinem Vater zum ersten Mal in das örtliche Kino mitgenommen wird. Danach ist er sich sicher: Er möchte Filme machen! Ein glücklicher Zufall lässt ihn auf den Filmvorführer Fazal treffen, der von den Kochkünsten von Samays Mutter begeistert ist und ihn im Austausch gegen den Inhalt seiner Lunchbox kostenlos Filme schauen lässt. Kurzerhand beginnt Samay die Schule zu schwänzen und seine Zeit lieber im Projektionsraum des Kinos zu verbringen. Hier taucht er Tag für Tag in fantastische Welten ein. Doch die Idylle droht ein jähes Ende zu finden: Die Ära des Zelluloids neigt sich ihrem Ende zu und dem örtlichen Kino droht die Schließung. Samays Vater ist außerdem nicht begeistert von den Plänen seines Sohnes, Licht einzufangen und Bilder in Bewegung zu setzen. Um seinen Traum zu verwirklichen, muss Samay die Rettung des Kinos selbst in die Hand nehmen – denn seine Geschichte besteht darauf, erzählt zu werden.

In warmen, nostalgischen Bildern lässt DAS LICHT, AUS DEM DIE TRÄUME SIND die ersten Berührungspunkte mit der großen Liebe zum Kino auferstehen. Regisseur Pan Nalin ist ein zärtlicher und bewegender Liebesbrief an die Kraft des Kinos und des Geschichtenerzählens auf der großen Leinwand gelungen. Ein kraftvoller und entzückender Film, der in eine wunderbare Welt aus Licht und Zelluloid entführt und beweist, dass der Traum des Kinos nie zu groß geträumt werden kann.

Donbass


Der Donbass in der Ostukraine. Seit 2014 herrscht hier ein blutiger Konflikt zwischen ukrainischen Regierungstruppen und prorussischen Separatisten. In 13 kaleidoskopartigen, absurden Vignetten zeigt Regisseur Sergei Loznitsa ein Land, das zwischen informellen Machtstrukturen, Korruption und Fake News zerrieben wird. Eine Gruppe Schauspieler inszeniert einen TV-Beitrag über einen fingierten feindlichen Anschlag; aus Rache für einen vermeintlichen Rufmord kippt eine Politikerin Fäkalien über den Kopf eines Chefredakteurs; ein Mann führt durch eine weitverzweigte Bunkeranlage, in dem dutzende Menschen Zuflucht vor Feuerbeschuss suchen. Beschlagnahmungen, Kontrollschikanen und Prügelstrafen sind an der Tagesordnung. Der kalte Horror von Angst, Gewalt und Hysterie erfasst mehr und mehr Bereiche des Lebens und nimmt immer groteskere Züge an …

„Donbass“ eröffnete 2018 in Cannes die Sektion „Un Certain Regard“ und wurde von der internationalen Presse als Meisterwerk gefeiert. Sergei Loznitsa erhielt für seine medienkritische und hochpolitische Farce den Sektions-Preis für die Beste Regie.

Salzgeber

Human Flow


Rund um die Welt sind derzeit mehr als 65 Millionen Menschen gezwungen, ihre Heimat zu verlassen, um vor Hunger, Klimawandel und Krieg zu fliehen. HUMAN FLOW ist eine epische filmische Reise des international renommierten Künstlers Ai Weiwei, in der er dieser gewaltigen Völkerwanderung ein bildgewaltiges und eindrucksvolles Gesicht gibt.

Der Dokumentarfilm beleuchtet das erschütternde Ausmaß dieser Bewegung ebenso wie ihre zutiefst persönlichen Auswirkungen auf den Einzelnen.Im Verlauf eines ereignisreichen Jahres folgt der Film einer Reihe von bewegenden Geschichten von Menschen rund um die Welt durch 23 Länder, u.a. Afghanistan, Bangladesch, Frankreich, Griechenland, Deutschland, Irak, Israel, Italien, Kenia, Mexiko und Türkei.

HUMAN FLOW begleitet die Menschen auf ihrer verzweifelten Suche nach Sicherheit, Schutz und Gerechtigkeit: von überfüllten Camps über lebensgefährliche Meeresüberquerungen zu von Stacheldraht bewehrten Grenzen; von Vertreibung und Desillusionierung zu Mut, Ausdauer und Anpassung; von der quälenden Erinnerung an das zurückgelassene Leben zu unsicheren Zukunftsaussichten. HUMAN FLOW erscheint in einer kritischen Zeit, in der Toleranz, Mitgefühl und Vertrauen mehr denn je gebraucht werden. Der eindringliche Film ist ein Zeugnis für die Unantastbarkeit der menschlichen Würde und wirft eine der Fragen auf, die prägend für dieses Jahrhundert sein werden: Wird unsere globale Gesellschaft es schaffen, sich von Furcht, Isolation und Eigennutz zu lösen und einen Weg der Offenheit, Freiheit und des Respekts für Menschlichkeit einschlagen?

AI WEIWEI: NEVER SORRY


AI WEIWEI: NEVER SORRY zeigt das Portrait einer der wichtigsten Persönlichkeiten des beginnenden 21. Jahrhunderts. Einen Künstler, der glaubt, dass Kunst und menschliche Freiheit untrennbar miteinander verbunden sind.Im Streben für diese Freiheit wird Ai Weiwei nie aufhören, seine Gegner zu provozieren. Er fragt nach, wo andere schweigen – ungeachtet der Konsequenzen.Die junge Regisseurin Alison Klayman hat den international gefeierten Künstler und Aktivisten drei Jahre lang begleitet. Ihr Film ermöglicht einen einzigartigen Einblick in Ai Weiweis Persönlichkeit, sein Privatleben und sein Schaffen. Entstanden ist so auch eine differenzierte Beschreibung des heutigen Chinas zwischen Willkür und Widerstand.

KELTI


Es sind die Wochen vor den Oscars, bei denen Al Pacino mit SCENT OF A WOMAN als Favorit gehandelt wird. Im Radio wird das kurz erwähnt, damit lässt sich KELTI zeitlich einordnen: Winter 1993. Marijana und ihr Mann Otac bereiten in Belgrad ein Geburtstagsfest für ihre Tochter Minja vor. Teenage Mutant Ninja Turtles ist das Thema. Neben den Kindern kommen auch viele Erwachsene, und während der große Tag seinen leicht chaotischen Lauf nimmt, werden Fragmente vieler Geschichten erkennbar. Mit souveräner Beiläufigkeit fügt Tomović das Porträt einer Familie zu einem vielschichtigen Gesellschaftsbild im Schatten eines Krieges zusammen. (Bert Rebhandl, Viennale)

Die sind hier alle verrückt!“ schreit die Mutter eines kleinen Partygasts, die nach kurzer Zeit vom Ort des Geschehens flüchtet. Majkas Bruder ergänzt später: „Wir sind alle verrückt. Der Grund, warum ich verrückt bin, ist der Staat.“ Diese beiden Aussagen umreißen schon äußerst prägnant die zwei Eckpfeiler, auf die sich „Celts“ im Großen und Ganzen stützt – Situationskomik und unterschwellige Kritik am politischen System. (uncut.at)

American Honey


Weg, bloß weg! Die 18-jährige Star (Sasha Lane) kommt aus schwierigen Verhältnissen und lebt am Rand der Gesellschaft. Als sie Jake (Shia LaBeouf) trifft, ist sie sofort fasziniert. Der tourt mit seiner Drückerkolonne durch die Gegend, verkauft halblegal Zeitungs-Abos und lädt Star ein, sich ihnen anzuschließen. Nachts wird dann zusammen exzessiv und zügellos gefeiert. Doch die vermeintlich grenzenlose Freiheit unterliegt einem strengen Regime. Wer zu wenig verkauft, wird bestraft. Jeder Trick ist erlaubt. American Honey ist ein Roadtrip in das Herz Amerikas und das Porträt einer jungen, wilden Liebe. In Cannes wurde der Film mit dem Jury-Preis ausgezeichnet.

„An extraordinary youthquake of a road movie. …It’s constantly, engrossingly active, spinning and sparking and exploding in cycles like a Fourth of July catherine wheel.“ – Variety

A Girl Walks Home Alone At Night


In der iranischen Geisterstadt Bad City gehen seltsame Dinge vor. Hier tummeln sich die Erschöpften und Verbrauchten, Gesetzlose und ihre Opfer, die Wände schwitzen Verbrechen aus ihren Poren. Doch kaum einer, der hier lebt, ahnt, dass in dieser Stadt auch ein stiller Vampir umgeht, ein Vampir auf Rädern.

„Eine Vampirin wie in Ana Lily Amirpours A Girl Walks Home Alone at Night hat man noch nie gesehen.“ (Der Standard)

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