Der Film STOFF – EIN SPITZENGESCHÄFT spannt den Bogen von den Stoffmärkten in Lagos/Nigeria über die Stickereifabriken in Lustenau/Österreich bis zu den historischen Grundlagen des europäischen Reichtums. Es ist ein Film über Frauen, Machtverhältnisse, Stoffe – und über die kolonialen Fäden, die Europa bis heute prägen.
★★★★★ „Dieser Dokumentarfilm enthüllt die verborgenen Verbindungen zwischen Lagos, Österreich und der kolonialen Erinnerung. […] der Film landet einen emotionalen Volltreffer: Er macht die unsichtbaren Mechanismen sichtbar – koloniale Ausbeutung, globales Kapital und kulturelle Auslöschung –, die seit langem bestimmen, was bestimmte Kulturen gewinnen und andere verlieren.“ – PULSE
★★★★★ „Über drei Kontinente gespannt verwebt diese Geschichte ferne Zeiten und Welten miteinander.“ – WATCH DOCS
Sa., 31. Jänner 2026, 18:15 – Special Screening mit Podium zum Thema „Österreich Kolonial“ zu Gast: Hans Fässler (Historiker, Politiker, Kabarettist, politischer Aktivist und Protagonist im Film), Katharina Weingartner (Regie), Vanessa Spanbauer (Historikerin), Stadtkino Wien – TICKETS
So., 1. Februar 2026, 19:30 – Special Screening mit Regisseurin Anette Baldauf und Johanna Aigner (Geschäftsführerin des Dachverbandes der Weltläden in Österreich), Leokino Innsbruck
Mo., 2. Februar 2026, 18:30 – Special Screening mit Regisseurin Katharina Weingartner und Lena Gruber (Clean Clothes Kampagne / Südwind), in Kooperation mit dem Afro-Asiatische Institut, Moderation: Maria Motter, KIZRoyal Kino Graz
Mi., 4. Februar 2026, 20:00 – Special Screening mit Regisseurin Katharina Weingartner, Sandra Krampelhuber (CINÉMA AFRICAIN!), Moderation: Abena Carty-Pinner (Frauenbüro der Stadt Linz), Moviemento Linz
Fr., 6. Februar 2026, 20:00 – Feminist Friday mit Melanie Kandlbauer und Minitta Kandlbauer. Moderation: Katharina Brunner, Admiral Kino
Mo., 9. Februar 2026, 19:30 –Feminist Film Club in Kooperation mit Sorority, mit Katharina Weingarter (Regie) und Susanna Delali („Fashion and Textile Researcherin im Diaspora-Kontext“), Moderation: Marta Suzama, Stadtkino Wien
So., 15. Februar 2026, 18:00 – Special Screening in Kooperation mit Südwind, zu Gast: Lena Gruber (Südwind-Expertin zu textilen Lieferketten und Sprecherin der Clean Clothes Kampagne) sowie Regisseurin Joana Adesuwa Reiterer, Stadtkino Wien
Mi, 01. April 2026, 20:00 – Special Screening, Kinothek Lustenau
Melt
Im neuen Film von Nikolaus Geyrhalter tauchen wir ein in eine weiße Welt. Schnee und Eis, soweit das Auge reicht. Die Protagonist*innen sind Menschen, die tagtäglich von dieser Welt umgeben sind. Davon erzählt „Melt“ – und vom schleichenden Verschwinden dieser magischen Masse, dieses doch nicht so ewigen Eises.
Während im japanischen Tateyama Bulldozer beeindruckende sechzehn Meter hohe Schneewände erschaffen, um den Weg für die Tourist*innen freizuschaufeln, produziert man im Skiparadies Val-d’Isère ein aus Kunstschnee fabriziertes Wunderland. In der Schweiz ziehen Pistenraupen Furchen in die Gletscherlandschaft, um den Schnee bereits für die nächste Skisaison zu lagern, und in Island posieren Besucher*innen vor riesigen Eisblöcken, die langsam vom Meer verschluckt werden. Nach außen scheint alles perfekt, doch hinter der weißen Fassade beginnen das Eis und der Schnee zu schmelzen.
Filmemacher Nikolaus Geyrhalter reist quer über den Globus, vom größten Gletscher der Alpen in der Schweiz über Japan, Kanada, Österreich, Island bis hin zu einer Forschungsstation in der Antarktis. In weiten, ruhigen Einstellungen lässt er diese faszinierenden weißen Landschaften wirken und für sich selbst sprechen. Er nimmt die Rolle des Beobachters ein und holt dabei jene Menschen vor die Kamera, die mit den Herausforderungen, der Wucht und der Schönheit des Schnees konfrontiert sind.
Wo Geyrhalter hinkommt, erzählen seine Protagonist*innen vom Rückgang des Schnees, von schmelzenden Gletschern und zunehmenden Extremwetterlagen – davon, wie sie den Klimawandel bei der Arbeit und in ihrem Alltag zunehmend spüren. Nikolaus Geyrhalter macht Dokumentarfilme für die Zukunft. Mit „Melt“, gefilmt in den Jahren 2021 bis 2025, fängt er gewaltige Momentaufnahmen für die Archive von morgen ein und stellt damit die großen drängenden klimapolitischen Fragen.
„Nikolaus Geyrhalter findet in seinem jüngsten Werk opulente Bilder einer Welt aus Eis und Schnee und evoziert zugleich eine lebhafte Vorstellung von der bevorstehenden großen Schmelze.“ – Christoph Terhechte, DOK Leipzig ★★★★★
„In eindrucksvollen Bildern von schwindenden Schneelandschaften, Gletschern und künstlich erhaltenen Wintersportorten beobachtet Geyrhalter die globale Veränderung durch den Klimawandel.“ – film-rezensionen.de ★★★★★
„Die Macht geht vom Volk aus“, das steht in der österreichischen Verfassung – doch wer ist das Volk, wenn in Wien mittlerweile über ein Drittel der Bevölkerung nicht wahlberechtigt ist?
Einbürgerung scheint in Österreich ein wahrer „Struggle“ zu sein. So auch für die Regisseurin Olga Kosanović, die, obwohl in Österreich geboren und aufgewachsen, die Staatsbürgerschaft bisher nicht erlangen konnte. In einem Kommentar in einer Tageszeitung zu ihrem Fall schreibt jemand: „Wenn eine Katze in der Hofreitschule Junge wirft, sind das noch lange keine Lipizzaner“. Abgrenzung schafft das Gefühl von Identität und Zusammenhalt: Eines starken Wir-Gedankens. Welcher Identitätsbegriff liegt einer Gesetzgebung zugrunde, die die Gesellschaft in „Wir“ und „die Anderen“ teilt? Ein Film über Zugehörigkeit – und den zweiten Versuch der Regisseurin, (endlich ganz) dazuzugehören. Mit Darsteller:innen und Gesprächspartner:innen wie Toxische Pommes, Judith Kohlenberger, Robert Menasse u.v.a.m
Mit spielerischer Leichtigkeit, Humor und mithilfe vieler Expert*innen lernen wir das Staatsbürgerschaftssystem in Österreich kennen, seine Abgründe, Absurditäten und Tücken. Da stellt sich die Frage: „Wie österreichisch bist du?“ oder „Was ist denn ein echter Österreicher?“ – das Diskussionspotenzial ist enorm!
Olga Kosanović wurde am 30. Juli 2025 außerdem der Outstanding Artist Award in der Kategorie Dokumentarfilm verliehen! Wir gratulieren herzlich!
Im Direct-Cinema-Stil porträtiert Constantin Wulffs neuer Dokumentarfilm FÜR DIE VIELEN – DIE ARBEITERKAMMER WIEN eine einzigartige österreichische Institution in einem Schlüsselmoment: die Arbeiterkammer (AK) wird während der Vorbereitungen für ihr 100-Jahr-Jubiläum begleitet und erweist sich als umsichtige Anlaufstelle für die vielen Menschen, die um ihre Rechte kämpfen. Die vielfältigen Einblicke zeigen, wie sich die Aufgaben der AK mit Digitalisierung und Globalisierung geändert haben. Der Ausbruch der Covid-19-Pandemie wird zur nächsten großen Herausforderung… FÜR DIE VIELEN ist das Porträt einer Institution zwischen reicher Vergangenheit und ungewisser Zukunft – sowie des gesellschaftlichen Ausnahmezustands der Gegenwart an sich.