Payman HaghaniIran 2014 / 72 min
Ein Film, der nur die Füße der Protagonistin zeigt und nicht ihr Gesicht? Die Geschichte eines Lebens, die nur durch die Schuhe des Menschen erzählt wird? Das klingt sehr mutig und innovativ. Und genau das zeigt Payman Haghani in seinem Film 316. Eine alte Frau erzählt ihre Lebensgeschichte über ihre Füße und die Schuhe, die sie in ihrem Leben besessen hat – 316 Schuhe werden es am Ende ihres Lebens gewesen sein.
316 ist ein ungewöhnlicher Film, der zweite Spielfilm von Peyman Haghani dessen Debüt Der Mann, der seine Kirschen aß (2009) Das Iranische Wien vor einigen Jahren in Wien vorstellen konnte.
Durch die immerwährende Zensur sind unabhängige Filmemacher im Iran gezwungen, ihre wunderbaren Kunstgeschichten aus dem wahren Leben zu erzählen und in einer indirekten, figurativen und metaphorischen Art und Weise darzustellen. Viele dieser Filme sind im tiefsten Sinne politisch, Politik wird transzendiert um die vertraute conditio humana auszudrücken.
Das iranische Wien