LUX Filmtag - 3 Filme bei freiem Eintritt

8. Mai 2022

Für die zweite Ausgabe des LUX Publikumspreises wurden drei Filme nominiert, die bei freiem Eintritt am So, 8. Mai gezeigt werden: QUO,VADIS AIDA?, FLEE und GROSSE FREIHEIT! Bei der Entscheidung über den Siegerfilm zählen auch eure Stimmen! Abgestimmt werden kann unter luxaward.eu!

PROGRAMM

15:30 QUO VADIS, AIDA? | 17:30 FLEE | 19:30 DIE GROSSE FREIHEIT

Tickets unter stadtkino@stadtkinowien.at reservieren und am 8. Mai ab 14:30 an der Kinokassa abholen.

PROGRAMM & FILME

15.30 Uhr

QUO VADIS, AIDA?
R: Jasmila Žbanić, BIH/A/RO/NL/D/PL/F/NO 2020, 102min, OmdU
Dass ein Massaker wie das von Srebrenica im Europa der 90er Jahre möglich war, wollte lange niemand wahrhaben. Als Antwort darauf stellt Jasmila Žbanić die Vorgeschichte in voller Unmittelbarkeit nach. Ihre Protagonistin ist eine ideale Heldin, um die Zuschauer zwischen Entscheidungsträgern und Betroffenen hin- und herzuführen: Die ehemalige Englisch-Lehrerin Aida arbeitet als Übersetzerin für die UN-Friedenstruppen, die in der Nähe von Srebrenica in einer alten Fabrik Station machen. Aida will ihren Mann und ihre Söhne retten und muss dabei zwangsläufig beobachten, wie Fehler, Feigheit, Überforderung und willentliches Wegsehen Stück für Stück in die Katastrophe führen. (Barbara Schweizerhof)
Flee

17.30 Uhr
FLEE
R: Jonas Poher Rasmussen, DK/F/NO/S 2021, 86min, OmdU
Wie kann eine Geschichte erzählt werden, dessen Protagonist anonym bleiben muss? Filmemacher Jonas Poher Rasmussen erschafft das Pseudonym Amin Nawabi, das es ermöglichen soll, nach 20 Jahren zum ersten Mal die wahre Version einer Flucht wiederzugeben. Durch Animation und Archivaufnahmen breitet der Filmemacher das Leben seines alten Schulfreundes aus, der mittlerweile in Dänemark lebt. "Some things are hard to talk about.", sagt Amin und beginnt über sein Leben im Afghanistan der 1970er Jahre und seinen Weg nach Europa zu reden.


19.30 Uhr
GROSSE FREIHEIT
R: Sebastian Meise, A/D 2021, 116min, OF
Weil Hans homosexuell ist, landet er nach dem Konzentrationslager 1945 direkt im Gefängnis, das er über Jahrzehnte immer wieder nur kurz verlassen wird. Der Grund: Paragraf 175, der bis in die 1970er Jahre in der BRD sexuelle Handlungen zwischen erwachsenen Männern unter Strafe stellte. Meises tragisches Knast-Kammerspiel erzählt von einer unwahrscheinlichen Freundschaft und einem zerstörten Leben im Zeichen dieses Gesetzes. GROSSE FREIHEIT entwickelt dabei eine berückende Intimität, die sich verstärkt durch das intensiv vertiefte Spiel von Franz Rogowski und Georg Friedrich. (Sascha Rettig)

EINTRITT FREI

Tickets reservieren unter stadtkino@stadtkinowien.at oder am Tag der Vorstellungen ab 14.30 Uhr direkt im Kino erhältlich. Mehr Infos zum LUX Filmpreis und voten auf luxaward.eu

Eine Veranstaltung von LUX Filmpreis und Viennale!