VERSCHOBEN: In Memoriam: Ruth Klüger - Film & Gespräch

Nach den aktuellen COVID-19 Verordnungen der österreichischen Bundesregierung müssen wir das Kino leider ab dem 3. November schließen. Wir bemühen uns in den nächsten Wochen, wenn neue Informationen zu Kulturstätten bekannt werden, einen Ersatztermin zu finden und die Veranstaltung nachzuholen. Wenn Sie schon Tickets erworben haben behalten diese ihre Gültigkeit bzw. können storniert werden. Wir informieren Sie hierzu in den nächsten Tagen individuell. Danke für Ihr Verständnis und wir hoffen Sie bald wieder im Stadtkino begrüßen zu dürfen!

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Anfang Oktober hat uns die Nachricht erreicht, dass die Autorin und Literaturwissenschaftlerin Ruth Klüger verstorben ist. Wir möchten der österreichisch-US-amerikanische Schriftstellerin und Wissenschaftlerin und Überlebenden des Holocaust gedenken und zeigen ihr zu Ehren den Film "Das Weiterleben der Ruth Klüger" von Renata Schmidtkunz, Journalistin und Filmemacherin. Nach dem Film Gespräch mit Renata Schmidtkunz. TRAILER

Das Weiterleben der Ruth Klüger
Ein Film von Renata Schmidtkunz
AT 2012, 82 min

Es ist eine Sache, den Holocaust überlebt zu haben. Aber es ist eine andere, danach zu fragen, wie sich dieses Leben nach dem Überleben gestaltet hat und welche Spuren die Erfahrungen von Verfolgung und Todesbedrohung im Leben einer Überlebenden hinterlassen haben.

"Das Weiterleben der Ruth Klüger" portraitiert die aus Wien stammende amerikanische Literaturwissenschafterin Ruth Klüger vor dem Hintergrund dieser Frage. Und zwar an den vier Orten, die ihr Leben bestimmt haben: Wien, Kalifornien, Göttingen und Israel. Ruth Klüger lässt den Zuschauer/die Zuschauerin auch in sehr intimen Situationen an ihrem Nachdenken teilnehmen: über ihre Kindheit im "judenkinderfeindlichen" Wien, ihre Eltern, ihre eigene Rolle als Mutter zweier amerikanischer Söhne, über ihr Frausein und den Umgang von Gedenkstätten mit dem Gedenken. In keinem Moment des Filmes ist sie pathetisch oder eitel. Ihr Denken ist präzise und immer wieder schonungslos sich selbst und anderen gegenüber.