Pénélope, mon amour


„Wir haben ein Zuhause für dich gefunden“, sagt die Filmemacherin Claire Doyon in der Eröffnungsszene dieses intimen Dokumentarfilms zu ihrer jugendlichen Tochter Pénélope. Am Ende erkennt man, dass dieser Moment sowohl ein Triumph als auch eine Niederlage war. Pénélope leidet am Rett-Syndrom, einer neurologischen Störung des autistischen Spektrums, die zu einem frühen Stillstand der kognitiven Entwicklung führt.

Doyon hat diesen Liebesbrief an ihre Tochter aus einem Schrank voller Super-8-Filme, DV-Bänder und HD-Aufnahmen zusammengestellt. Ein Film über Pénélope, aber auch über Doyon. Darüber, wie schwer es ist, seine Tochter so zu akzeptieren, wie sie ist, und nicht so, wie man sie haben möchte. Über den Dämon namens Hoffnung, der sich nicht abschalten lässt. Der Film beschreibt die Reise, die Mutter und Tochter gemeinsam unternehmen. Eine Reise zu einem Ort, an dem Pénélope so sein kann, wie sie ist.

(iffr.com)

Geschlossene Veranstaltung


Freies Kino: Akademie des Österreichischen Films 2022 am 4. Oktober 20:00


Am Programm stehen jene vier Kurzfilme, die beim Österreichischen Filmpreis 2022 nominiert bzw. prämiert wurden: GENOSSE TITO, ICH ERBE (Österreichischer Filmpreis 2022 in der Kategorie Bester Kurzfilm, Regie und Produktion: Olga Kosanović), LIEBE, PFLICHT & HOFFNUNG (Regie: Maximilian Conway, Produktion: Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF, ZDF / 3sat), NACKTE MÄNNER IM WALD (Regie: Paul Ploberger, Produktion: Filmakademie Wien), NEVERINLAND (Regie und Produktion: Fatih Gürsoy).

Kuratiert wird die Reihe „FREIES KINO“ von Holger Lang und Martina Tritthart. Filmemacher Kurt Brazda übernimmt auch dieses Jahr wieder die Moderation. In Anwesenheit der Filmschaffenden bzw. von Teilen der Filmteams.

Das Screening findet am 4. Oktober 2022 um 20 Uhr statt.

Eintritt frei, Zählkarten sind an der Abendkassa erhältlich.

Vera


Die erfolglose Schauspielerin Vera lebt im Schatten ihres berühmten verstorbenen Vaters. Überdrüssig unzähliger Schönheitsoperationen und oberflächlicher Beziehungen treibt sie durch die römische High Society. Als sie bei einem Verkehrsunfall ein Kind verletzt, baut sie eine aus ihrer Sicht intensive Beziehung zu dem neunjährigen Buben und dessen Vater auf.

Nicht die Regel


Alles begann mit einem ganz normalen Kontrolltermin bei Ranyas damaliger Gynäkologin. Die stellte die Verdachtsdiagnose Endometriose. Ranya hatte zuvor noch nie davon gehört und verließ die Ordination mit einem mulmigen Gefühl und vielen Fragezeichen. Nach und nach fand sie heraus, dass Endometriose keine Seltenheit ist. Und dass auch ihre Mitbewohnerin Dina darunter litt. Freund*innen und Verwandte begannen mit ihr über die chronische Erkrankung zu sprechen.

​Bald wurde klar: Ranya und Dina sind nicht die Ausnahme. Es gibt sehr viele Betroffene, bloß fehlt es an Wissen in der Bevölkerung.

​Die Rückmeldungen nach einem Aufruf auf Social Media waren enorm. In kürzester Zeit hat sich ein Filmteam aus betroffenen Frauen geformt, die alle motiviert waren sich an der Produktion eines Dokumentarfilms über Endometriose zu beteiligen.

​So entstand von 2020 bis 2021 ein redaktionell unabhängig produzierter 73-minütiger Dokumentarfilm. Finanziert wurde er mittels Crowdfunding. Aufgrund der Pandemie wurde Großteils remote gearbeitet.

SONNE + Konzert


SONNE Special! Film + Konzert | ANTHEA, skofi & Law live in concert

Im Rahmen des diesjährigen Karlstag freuen wir uns gemeinsam mit dem popfest wien auf ein very special Screening von Kurdwin Ayubs Debutfilm SONNE samt Live-Konzerten.

Freies Kino: Martina Kudláček – NOTES ON MARIE MENKEN


NOTES ON MARIE MENKEN
Austria | 2006 | 35mm (Digitalvideo + 16mm) 1:1,37 stereo | 97 min | b&w/color with Archival Footage | original language: english

with: Kenneth Anger, Stan Brakhage, Peter Kubelka, Alfred Leslie, Gerard Malanga Jonas Mekas, Joseph J. Menkevich, Billy Name, Mary Woronov
Camera: Martina Kudláček I Editor: Henry Hills I Sound: Judy Karp
Original Music: John Zorn

Die Filmemacherin ist bei der Vorführung anwesend.

„Notes on Marie Menken“ explores the almost forgotten story of the legendary artist Marie Menken (1909-1970) who became one of New York’s outstanding underground experimental filmmakers of the Fifties and Sixties, inspiring artists such as Stan Brakhage, Andy Warhol, Jonas Mekas, and Kenneth Anger. Providing a glimpse into her social and artistic struggle and radical integrity, the documentary „Notes on Marie Menken“ sketches a portrait of the artist in personal-diary style. The film features never-before-seen footage by Menken salvaged from basements and storage vaults, including a camera “duel” for Bolexes waged by Menken and Warhol.

„Notes on Marie Menken“erzählt die nahezu vergessene Geschichte der legendären Künstlerin Marie Menken (1909-1970), die zu einer der außergewöhnlichsten Underground-Filmemacherinnen im New York der 50er- und 60er-Jahre wurde und Künstler wie Stan Brakhage, Andy Warhol, Jonas Mekas und Kenneth Anger inspirierte. Der Dokumentarfilm zeichnet ein Porträt der Künstlerin im Stil eines persönlichen Tagebuchs. Kudláček zeigt neues Filmmaterial von Menken, das sie aus Kellern und Lagerräumen rettete, darunter ein „Duell“ mit Bolex-Kameras zwischen Menken und Warhol.

Der Filmemacher Jonas Mekas – eine der wichtigsten Persönlichkeiten des Independent Cinema – schreibt: „Marie war eine der ersten Filmemacherinnen, die mit der Kamera improvisierte und schnitt, während sie drehte. Sie filmte mit ihrem gesamten Körper, ihrem gesamten Nervensystem. Man spürt Marie in jeder Einstellung, wie sie den Film aus winzigen Teilen und durch Bewegung konstruiert. Es ist diese Bewegung und der Rhythmus, die so viele von uns aufgriffen und später in unseren eigenen Werken weiterentwickelten.“

Pressestimmen

Es gibt wenige Filmemacher und noch weniger Filmemacherinnen, denen der Film als unabhängige Kunstform so viel verdankt wie Marie Menken. Sie war abstrakte Künstlerin bevor sie nach dem Zweiten Weltkrieg im Film das perfekte Ausdrucksmittel für sich entdeckte. In den Fünfzigerjahren förderte sie damals noch unbekannte junge Talente. Kenneth Anger bekennt, dass er „Scorpio Rising“ ohne Menken wohl nicht gedreht hätte, Stan Brakhage attestiert ihrem Werk den grössten Einfluss auf sein eigenes; Andy Warhol kam durch sie zur ersten Kamera und revanchierte sich, indem er sie in „Chelsea Girls“ besetzte – so wurde Marie Menken in den Sechzigern auch noch zum Underground-Filmstar.“ Michael Omasta, Falter, 2006

“Martina Kudláček has made a name for herself creating bio-documentaries on experimental cinema personalities such as Maya Deren (IN THE MIRROR OF MAYA DEREN) and Alexander Hammid (AIMLESS WALK). Her latest brings into focus the underground film icon Marie Menken, best known for her role as the protagonist in Andy Warhol‘s CHELSEA GIRLS. Menken‘s role in Warhol‘s underground classic…brought her a certain degree of fame, [but] people often forget that she was a talented filmmaker in her own right. Kudláček’s fascinating, oneiric diary NOTES ON MARIE MENKEN follows the reminiscences of her friends and colleagues. Various interviewees recount how the public marital theatrics of Menken and her husband, filmmaker Willard Maas, became the inspiration for the perennially-battling older couple in Edward Albee‘s WHO’S AFRAID OF VIRGINIA WOOLF?… Beginning with the excavation of Marie‘s rusty film cans, old photographs, and papers housed in a storage locker, Kudláček brings Menken vividly back to life.” Jon Gartenberg, Tribeca Film Festival, 2006

Die Videoinstallation „The Duel“ von Martina Kudláček ist außerdem ist bis zum 25. September in der aktuellen 1503. Mitgliederausstellung im Künstlerhaus zu sehen.

Martina Kudláček

Martina Kudláček lebt und arbeitet in Wien. Studium Kamera sowie Dokumentarregie an FAMU in Prag; Doktorat Theater-, Film- und Medienwissenschaft an der Universität Wien. Mitglied Gründungskollektiv Fotogalerie Wien. Mitglied Künstlerhaus Wien. Ihre Arbeit umfasst Film, Video, Fotografie, künstlerische Forschungsprojekte sowie Archivarbeit für Institutionen wie Anthology Film Archives, Národní filmový archiv, Österreichisches Filmmuseum. Sie bekam den „Film Preservation Award“ (2004) von Anthology Film Archives in New York City verliehen. 2019 erhielt Martina Kudláček den Österreichischen Kunstpreis in der Kategorie Film.

Climax


Eine Tanzgruppe quartiert sich für Proben in einem abgelegenen Übungszentrum ein. Bei der Abschlussparty mischt ein Unbekannter Drogen in die Sangría und verursacht damit einen kollektiven Höllentrip. Aus Angst wird Paranoia, aus unterschwelliger Aggression offene Gewalt, aus Zuneigung unkontrollierte Begierde. Die energetische Choreographie löst sich in Chaos auf, die Tänzer taumeln, stolpern und tanzen weiter in höchster Ekstase bis zum Morgengrauen als die Polizei eintrifft und das ganze Ausmaß entdeckt.

Ein atemlos faszinierender Rausch von einem elektrisierenden Soundtrack getrieben bis zur Bewusstlosigkeit, gefilmt in kürzester Zeit mit professionellen Tänzern (u.a. mit der legendären Breakdancerin Sofia Boutella). Mit CLIMAX läuft Gaspar Noé zu neuer Höchstform auf und gewann damit die Quinzaine des Réalisateurs beim Festival in Cannes.

Cinemini: Lass uns tanzen!


Cinemini: Stillstand und Bewegung


An zwei Terminen im September öffnen wir unsere Pforten für Cineast*innen zwischen 3 und 6 Jahren. Gezeigt werden pädagogisch anspruchsvolle, unterhaltsame, spannende Filme zum Thema Stillstand und Bewegung für die ganze Familie.Nach jedem Kurzfilm haben die kleinen Zuschauer*innen die Möglichkeit, das Gesehene im Gespräch zu reflektieren. (Dauer: ca. 1 Stunde)

Sonntag, 18. September 2022 – 11:00

Sonntag, 25. September 2022 – 11:00

Stillstand und Bewegung

Der Film war das erste Medium in der Geschichte, das Bewegungen aufzeichnen und wiedergeben konnte. Das war eine so große Sensation, dass selbst alltägliche Ereignisse wie die Ankunft eines Zuges zu Kassenschlagern wurden. Zentral für den Film ist jedoch nicht nur die Bewegung, sondern die Wechselwirkung zwischen Bewegung und Stillstand. Alle Bilder, die wir sehen, sind unbewegt, die Bewegung wird „nur“ projiziert. Das eröffnet unendlich viele Möglichkeiten: Die Zeit läuft rückwärts, Haushaltsgegenstände werden zum Leben erweckt und jahrhundertealte Gemälde können auf völlig neue Weise erkundet werden. Nach jedem Film haben die kleinen Zuschauer*innen die Möglichkeit, das Gesehene im Gespräch zu reflektieren.

Filme:

L’Arrivée d’un train en gare de La Ciotat von Auguste und Louis Lumière | Frankreich 1896 | 1 Min.
Der Zug fährt in den Bahnhof ein, der Film hält Einzug in die Menschheitsgeschichte. Bewegung auf einer Leinwand, wie aufregend!

Moia Mama – Samolet von Yulia Aronova | Russland 2013 | 7 Min.
Verschiedene Menschen haben verschiedene Mütter und alle sind sie auf ihre eigene Art cool. Aber es ist praktisch unschlagbar, eine Mutter zu haben, die ein Flugzeug ist.

Démolition d’un mur von Cinématographe Lumière | Frankreich 1896 | 2 Min.
Film zeichnet nicht nur Bewegung auf, er spielt auch mit ihr und eröffnet dadurch unendliche fantastische Möglichkeiten.

Ostorozhno, dveri otkryvayutsya von Anastasiya Zhuravlyova | Russland 2005 | 5 Min.
Ein Tag im öffentlichen Nahverkehr aus dem Leben von… Knöpfen!

Bimo xinglü von Annlin Chao | Taiwan 2017 | 4 Min.
Ein Stückchen Futter im Schnabel eines Vogels wird zu einem Menschen, der durch die Landschaften von vier bedeutenden Gemälden aus der Kunstgeschichte Chinas reist.

CINEMINI – an zwei Terminen im September zu sehen und auch etwas günstiger als unsere normalen Filmvorstellungen.
Statt 9,00 EUR kostet ein Ticket nur 6,00 EUR – egal wie alt du bist!
kinderaktivcard-Besitzer*innen zahlen 5,00 EUR pro Ticket

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