Le beau danger

René Frölke   Deutschland 2014

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Norman Manea, 1936 in der Bukowina geboren, wurde 1941 mit seiner Familie in ein Konzentrationslager deportiert. Er überlebte die Gefangenschaft, wurde Schriftsteller und emigrierte 1986 aus Rumänien in den Westen. Heute lehrt und schreibt er in New York. Über diese biografischen Eckdaten des Autors informiert der Film erst spät. Er lässt der Literatur den Vortritt. Sie wird ins Bild gesetzt: Texttafeln mit ausführlichen Auszügen aus Werken Norman Maneas, die starke autobiografische Bezüge haben, prägen den Rhythmus. Beobachtungen des Schriftstellers als öffentliche Person im Rahmen von Auftritten bei Buchmessen und in Seminaren kommen hinzu. Und heutige Aufnahmen an Stationen seines Lebens, wie einem jüdischen Friedhof in der Ukraine. Es entsteht eine vielschichtige Textur aus Schrift und Rede, 16-mm-Film und digitalem Material, Schwarz-Weiß und Farbe, Ton-Collagen und Rauschen – ein Film aus Fragmenten mit vagen Zusammenhängen, kein kohärent erzähltes Künstlerporträt. Im Fokus steht stattdessen die Frage, wie sich Erinnerungen und Erfahrungen von Exil und Entfremdung vermitteln lassen, in der Literatur und im Film. LE BEAU DANGER hat eine freie, essayistische Form dafür gefunden.

Die Österreich-Premiere und einmalige Vorführung am 30.9. um 19 Uhr im Filmhaus Kino am Spittelberg findet mit freundlicher Unterstützung des Rumänischen Kulturinstituts Wien statt. Der Schriftsteller Norman Manea wird anwesend sein und mit dem Regisseur René Frölke nach dem Film ein Gespräch führen.

Informationen

Originaltitel
Le beau danger
Deutscher Titel
Le beau danger
Format
DCP
Projektionsformat
1:1.33
Länge
100 Min.
Fassung
Deutsche Fassung
Farbe
Schwarz-Weiß & Farbe
Starttermin
30. September 2016
Regie
René Frölke
Drehbuch
René Frölke
Kamera
René Frölke
Schnitt
René Frölke
Ton
René Frölke
Produktion
Ann Carolin Renninger (joon film) in Zusammenarbeit mit Paolo Benzi
Verleih
joon film