Dokfah Nai Meu Maan / Mysterious Object at Noon

Apichatpong Weerasethakul   Thailand 2000

Das Langfilmdebüt einer der faszinierendsten Stimmen im Gegenwartskino. Der „dokumentarische“ Beginn dieser Reise von Bangkok gen Süden weicht bald einem unvorhersehbaren, aus dem ­kollektiven Unbewussten aufsteigenden Fakt-Fiktion-Fantasie-­Bastard: Unterwegs hört der Regisseur eine Geschichte, die er von den anderen Menschen, die er trifft, nach Belieben weiterspinnen lässt. Der Originaltitel bedeutet übersetzt: „Himmlische Blume in Teufelshand“ – und Dokfah, himmlische Blume, heißt auch die Frau, die in der wild mutierenden Story-in-der-Story als Lehrerin eines querschnittgelähmten Jungen auftaucht. Der Filmtitel würde zu einem archetypischen Thai-Melodram passen, aber in den Händen Weerasethakuls, des einfallsreichsten Neudeuters der ­Nationaltradition, wird daraus viel mehr: eine Musical-Darbietung, aus der ein Schul-Spiel entsteht, aus dem ein Zeichensprache-­Dialog wird. Ein einzigartiger Film. (Christoph Huber)

Restauriert im Jahr 2013 vom Österreichischen Filmmuseum in Zusammenarbeit mit dem World Cinema Project der Film Foundation.

Österreichisches Filmmuseum

Informationen

Originaltitel
Dokfah Nai Meu Maan / Mysterious Object at Noon
Deutscher Titel
Dokfah Nai Meu Maan / Mysterious Object at Noon
Format
DCP (gedreht auf 16mm)
Projektionsformat
DCP
Länge
89 Min.
Fassung
Thai OmeU
Farbe
s/w
Regie
Apichatpong Weerasethakul
Drehbuch
Apichatpong Weerasethakul
Darsteller
Somsri Pinyopol, Kannikar Narong, Chakree Duangklao, To Hanudomlapr, Duangjai Hiransri
Auszeichnungen

2000

Vancouver International Film Festival - Dragons and Tigers Award - Special Mention

Kamera
Prasong Klinborrom, Apichatpong Weerasethakul
Schnitt
Tony Morias, Apichatpong Weerasethakul
Produktion
Hubert Bals Fund
Verleih
Österreichisches Filmmuseum