A Primer for Pina & En attendant Godot ... à Sarajevo

Jolyon Wimhurst, Susan Sontag, Nicole Stéphane   Frankreich, Großbritannien 1984/1993

In den 80er Jahren entwickelte Susan Sontag ein explizites Interesse für Tanz und Ballett. Der mittellange Film A Primer for Pina* über die Arbeit von Pina Bausch ist eine "Televised Lecture" aus der Zeit, die vielleicht das Goldene Zeitalter der Vermittlung kultureller Themen via Bildschirm gewesen ist. Vielleicht auch eine Blaupause für das, was Alexander Kluge nur kurze Zeit später mit seinen dctp-Programmen für Deutschland zu adaptierten versuchte.

En attendant Godot ... à Sarajevo Im April 1993 reiste Susan Sontag erstmals nach Sarajevo, um ihren Sohn David Rieff zu besuchen, der als Korrespondent für amerikanische Zeitschriften aus der belagerten Stadt berichtete. Bereits während ihres zweiten Aufenthalts im Juli und August 1993 erbot sich Sontag, Becketts Stück im Pozoriste Mladih (Theater der Jugend) zu inszenieren. Thema des Films ist Susan Sontags Inszenierung von Becketts Stück. Sontag wirkte auch an der Konzeption und Produktion des Films mit, überließ den Regie-Credit aber ihrer ehemaligen Lebenspartnerin Nicole Stéphane, der auch das Buch "Über Fotografie" (1978) gewidmet war und die bereits Promised Lands produziert hatte.

* screening is courtesy of Channel 4.

Im Anschluss an die Vorstellung am 21.5. findet ein Publikumsgespräch mit Kurator Ralph Eue, Sabeth Buchmann (Kunsthistorikerin) und Richard Faber (Kultursoziologe) statt.

Informationen

Originaltitel
A Primer for Pina & En attendant Godot ... à Sarajevo
Deutscher Titel
A Primer for Pina & En attendant Godot ... à Sarajevo
Projektionsformat
Digital
Länge
38 / 26 Min.
Fassung
Engl. OF / Frz. OmU
Farbe
Farbe
Regie
Jolyon Wimhurst, Susan Sontag, Nicole Stéphane