Parsifal verlernen

Alexander Kluge   Deutschland 2017

„Was nicht gebrochen wird, kann nicht gerettet werden.“ So Heiner Müller über Opern im Vorspann zu GÖTTERDÄMMERUNG IN WIEN, einer der ersten „Basisgeschichten“ in Alexander Kluges monumentalem Prosakompendium CHRONIK DER GEFÜHLE. Als Filmemacher, TV-Produzent, Autor hat sich Kluge immer wieder am Genre der Oper und im Speziellen an Richard Wagner abgearbeitet. Befreundet mit Jonathan Meese, inspiriert von Bernhard Lang und nicht zuletzt vom Titel PARSIFAL VERLERNEN hat er nun dem Stadtkino im Künstlerhaus und den Wiener Festwochen ein großes Geschenk gemacht: Zwei Langfiilme und mehrere "Minutenfilme", in denen er noch einmal Szenen und Gespräche aus seinem Wagnermaterial Revue passieren lässt bzw. diese zu einer großen Erzählung verdichtet, indem er die Frage stellt: „Wie kann man etwas verlernen, das man gar nicht kennt?“ Wir sehen und hören: Christoph Schlingensief nach seiner epochalen PARSIFAL-Inszenierung in Bayreuth; Einar Schleef, der kurzerhand die Ritter der Gralsburg in Bert Brechts HERR PUNTILA UND SEIN KNECHT MATTI transferierte; Frank Castorf, der Wagners MEISTERSINGER in ein Bühnenbild von Jonathan Meese einbettete; Helge Schneider – und viele weitere Wegbegleiter Kluges: Christoph Schlingensief, Heiner Müller, Peter Berling, H. J. Syberberg u. a.

Gewidmet Bernhard Lang und Jonathan Meese.

Informationen

Originaltitel
Parsifal verlernen
Deutscher Titel
Parsifal verlernen
Format
Digital
Projektionsformat
DCP
Länge
64 Min.
Farbe
Farbe
Starttermin
25. Mai 2017
Regie
Alexander Kluge
Kamera
Thomas Willke, Walter Lennartz
Schnitt
Mitarbeiter: Roland Forstner, Andreas Kern, Michael Kurz.
Produktion
DCTP
Verleih
DCTP