"Im Keller" sorgt für Aufregung

Eintrag vom 19. September 2014

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Ulrich Seidl hat es wieder geschafft: Sein neuester Film sorgt für Kontroversen.

Donnerstag Abend feierte Im Keller im Rahmen der Eröffnung des 5. /slash Filmfestivals seine bejubelte Österreichpremiere im Gartenbaukino. Derweilen brodelte es an anderer Stelle gewaltig: Stein des Anstoßes ist der Keller von Josef O., eines Protagonisten des Films. Er hortet in seiner „Höhle“ unter anderem einen ganzen Raum voller Nazi-Devotionalien, berichtet von seiner Sammelleidenschaft und davon, wie er bei seiner Hochzeit ein Hitlerbild geschenkt bekam. In einer weiteren Szene sitzt er mit vier seiner Musikkapellenkameraden beim lustigen Trinken in seinem Nazi-Stüberl. Die Dreharbeiten dazu liegen bereits Jahre zurück – jetzt folgten – nach Berichten im aktuellen News und auf Puls 4 – die Konsequenzen: Zwei Männer der Runde wurden als ÖVP-Gemeinderäte identifiziert. Sie traten inzwischen von ihren Ämtern zurück.

"Es ist nicht mein Zugang, Leute zu verurteilen oder durch den Film ans Messer zu liefern. Ich bin kein Aufdecker-Journalist." sagt Ulrich Seidl heute im Interview mit der APA.

Foto: /slash Filmfestival, (c) Hanna Pribitzer

Filme

Im Keller

Ulrich Seidl
Österreich 2014 85 Minuten