Schubert und Ich - Projekt bei den Wellenklängen

22. Juli 2014

Bei den Wellenklängen in Lunz am See präsentieren Marino Formenti und die Protagonisten im Rahmen des Projekts borderbreak II Schubert und Ich.

Wer dieser Tage einen Abstecher ins malerische Lunz am See in Niederösterreich wagt, hat beim dortigen Wellenklänge-Festival gleich mehrfach die Chance, in die Welt von Marino Formentis Schubert-Projekt einzusteigen. Borderbreak II setzt die Arbeit, die in Schubert und Ich begonnen wurde, in einer Art öffentlicher Klausur fort. Wie schon beim "Vorgängerprojekt" borderbreak I steht der Dialog mit dem Publikum und zwischen den Musizierenden im Mittelpunkt.

Die Lieder Schuberts sind ein einziges intimes, hoch-privates Tagebuch für eine Stimme und ein Klavier. Sie zielen nicht primär auf Virtuosität, sondern sozusagen direkt aufs Existenzielle. Der Komponist war eine höchst eigenwillige Persönlichkeit und ist unerschütterlich seinen Weg gegangen. Die Protagonisten sind allesamt Seelenverwandte Schuberts. Menschen mit ungewöhnlichen Biografien. Menschen, die ihren Gegenentwurf zur „Normalität“ in Eigenverantwortung leben. Ziel des Projekts ist es, den Liedern jene Dringlichkeit zurückzugeben, aus der sie einst entstanden sind. Nicht im Sinn eines alten, aufgefrischten Kostüms, sondern ursprünglich und gegenwärtig.

Von 18.-26. Juli leben Formenti und drei Protagonisten des Films zusammen in einem Haus mit Klavier und Garten in Lunz am See, das öffentlich zugänglich ist. Es wird gemeinsam mit weiteren Gästen musiziert – Schubert und die persönlichen Antworten auf Schubert. Eine Auseinandersetzung mit den gegenwärtigen musikalischen Ausdrucksformen. Am Ende der „Klausur“ veranstalten die Hausbewohner/innen eine Gartenparty, ganz im Stil von Marino Formenti: „Die Party dient der Musik, nicht die Musik der Party“. Rund um die Musik, der aller Respekt eingeräumt wird, soll gesprochen, gegessen, getrunken und schlußendlich getanzt werden.

Natürlich darf dabei eine Vorführung des Films Schubert und Ich nicht fehlen - am 22. Juli um 20.30 Uhr in der Bibliothek.

Weitere Infos unter www.wellenklaenge.at

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