Freies Kino: MARIA LASSNIG, Films in Progress

25. Juni 2019

MARIA LASSNIG, Films in Progress

Das Programm zeigt sowohl Filme als auch Filmfragmente, die alle mit 16-mm-, 8-mm- und Super-8-Kamera gedreht wurden und Realaufnahmen, animierte Zeichnungen, animierte Scherenschnitte und Dokumentarfilmmaterial vom Atelier der Künstlerin und ihrer Umgebung in New York beinhalten.

Am Dienstag, den 25. Juni um 20 Uhr im Stadtkino kuratiert von Kurt Brazda und Hubert Sielecki. | Eintritt frei.

MARIA LASSNIG, Films in Progress

DAS FREIE KINO präsentert eine Reihe von Animationsfilmen und Experimentalfilmen der Künstlerin Maria Lassnig, die in den 1970er-Jahren in New York City entstanden sind. Den Schwerpunkt dieser Präsentation bildet eine Auswahl neu entdeckter und restaurierter Filme, die eng mit Lassnigs Körperempfindungen verknüpfte Sicht- und Wahrnehmungsweisen ausloten. Diese von der Maria Lassnig Stiftung in enger Zusammenarbeit mit dem österreichischen Filmmuseum restaurierten Filme –eine Synthese aus Animation, Sound und poetischen Voice-overs – erleichtern den Zugang zur Innenwelt der Künstlerin.

Maria Lassnig: Films in Progresszeigt sowohl Filme als auch Filmfragmente, die alle mit 16-mm-, 8-mm- und Super-8-Kamera gedreht wurden und Realaufnahmen, animierte Zeichnungen, animierte Scherenschnitte und Dokumentarfilmmaterial vom Atelier der Künstlerin und ihrer Umgebung in New York beinhalten. Diese neu aufgetauchten Filme erweitern und vertiefen unser Verständnis von Lassnigs Zugang zur Figuration und zum Selbstporträt sowie zu anderen zentralen Themen, mit denen sie sich in ihrer gesamten künstlerischen Laufbahn auseinandersetzte, etwa den sozialen Rollen, die Frauen zugewiesen werden, der Spannung zwischen öffentlichem Engagement und privater Zurückgezogenheit sowie Fragen des technologischen Fortschritts, insbesondere der Bildgebungstechnologien und der Veränderungen in der Zirkulation von Bildern.

Die Restaurierung erfolgte unter der Leitung ihres langjährigen persönlichen Assistenten, des Künstlers und Vorstandsmitglieds der Maria Lassnig Stiftung, Hans Werner Poschauko, in Zusammenarbeit mit der österreichischen Filmemacherin, Malerin und Performancekünstlerin Mara Mattuschka. Das Projekt wurde in enger Kooperation mit dem Österreichischen Filmmuseum unter der Leitung von Alexander Horwath und Michael Loebenstein realisiert, die für die Restaurierung dieser die Grundprinzipien von Lassnigs Denken und Praxis veranschaulichenden Filmdokumente einen unentbehrlichen Beitrag leisteten.

(Hans Werner Poschauko)