Preisregen für Stadtkino-Filme auf der Diagonale

Eintrag vom 14. März 2016

Hauptpreise für Die Geträumten und Holz Erde Fleisch, zwei Auszeichnungen für WINWIN.

Wir sind stolz und froh, dass nunmehr zum fünften Mal einer unserer Filme als Bester Spielfilm auf der Diagonale - Festival des Österreichischen Films ausgezeichnet wurde. Nach Sebastian Meises Stilleben (2012), Tizza Covi und Rainer Frimmels Der Glanz des Tages (2013), Houchang Allahyaris Der letzte Tanz (2014) und letztes Jahr Veronika Franz und Severin Fialas Ich seh Ich seh ist es nunmehr an Ruth Beckermann, die für Die Geträumten, ihre betörende Verfilmung des Briefwechsels zwischen Ingeborg Bachmann und Paul Celan die begehrte Auszeichnung entgegennehmen durfte. Eine Dramaturgie von Intimität und inszenierter Vortragssituation, von Text, Körper, Gesicht und Raum, Sprechen und Zuhören (...) Wir sind begeistert! - so die Jury in ihrer Begründung. Ruth Beckermann ist damit die erste Filmemacherin, die den Großen Diagonale-Preis sowohl in der Kategorie Dokumentarfilm (2014 für Those who go Those who stay) als auch in der Kategorie Spielfilm gewinnt. Neben dem Hauptpreis wurde Die Geträumten auch mit dem Preis für den Besten Schnitt (Dieter Pichler) ausgezeichnet. Wir bringen den Film Ende des Jahres in die österreichischen Kinos.

Als Bester Dokumentarfilm wurde Holz Erde Fleisch von Sigmund Steiner ausgezeichnet. Um mehr über den eigenen Vater und dessen Arbeit als Landwirt zu erfahren, setzt sich Sigmund Steiner mit seiner bäuerlichen Herkunft auseinander und begleitet einen Forstwirt, einen Gemüsebauern und einen Schafzüchter bei ihrer Arbeit. Der Mut dieses klugen Filmes liegt in seiner Schlichtheit (...) Ein Film voller Zärtlichkeit, der von Leben und Tod, Herkunft und Zukunft handelt., so die Jury. Wir starten den Film Anfang Juni regulär - eine erste Vorführung im Stadtkino im Künstlerhaus findet bereits am 6. April um 19 Uhr statt.

Auch Daniel Hoesls neuer Film WINWIN zählte zu den großen Gewinnern des Abends. Ausgezeichnet wurden Gerald Kerkletz (Beste Bildgestaltung) und Laura Weiss (Bestes Szenenbild). Aus den Jurybegründungen: Die Kamera ist Spiegel und Rahmen für exakt vermessene Worte, Mimiken, Gesten, Körperhaltungen und Hierarchien. (...) Durch die ebenso präzise wie ökonomische Auswahl und Zusammenstellung von Orten, Räumen und Objekten setzt WINWIN die Verstrickungen und Hierarchien von Wirtschaft, Politik und Kunst auf beeindruckend klarsichtige Weise ins Bild. Bereits ab 1. April kann man sich davon ein Bild machen, dann startet WINWIN in den österreichischen Kinos.

Wir gratulieren allen Gewinnern herzlich!

Filme

WINWIN

Daniel Hoesl
Österreich 2016 84 Minuten