The Power of Soju

Eintrag vom 08. Februar 2016

Der deutsche Regisseur Rudolf Thome (Rote Sonne) über den Zauber der Filme Hong Sang-soos.

Im Oktober 2010 lief auf der Viennale von mir Das rote Zimmer und von Hang Sang-soo Hahaha. Ich schickte Ekkehard Knörer von „Cargo“ eine email und lud ihn ein, sich meinen Film anzusehen. Er schrieb zurück, dass er nicht kommen könne, weil er die Gelegenheit nutzen müsse, den neuen Film von Hong Sang-soo zu sehen. Danach habe ich seine Kritik dazu gelesen und war fasziniert. Ich hatte bis dahin noch nie von Hong Sang-soo gehört. Zurück in Berlin habe ich angefangen, alle erreichbaren Filme von Hong Sang-soo zu besorgen. Den ganzen November über war ich beim Sehen von insgesamt elf Filmen wie verzaubert. Und der Höhepunkt für mich war sein bis dahin letzter Film Oki´s Movie. Das hatte ich seit den Filmen von Jean-Luc Godard in den sechziger Jahren nicht wieder erlebt.

Hong Sang-soo ist ein genuiner Kinoerzähler. Seine Geschichten sind extrem einfach, aber oft kompliziert erzählt, sodass man sie mindestens zweimal sehen muss, um die ganze Vertracktheit seines Erzählens zu verstehen. Es geht bei ihm immer um Männer, die fast immer Filmregisseure sind, und Frauen, die meistens jünger sind, und im Verlauf dieser Geschichten ist das koreanische Getränk Soju sozusagen der dritte Hauptdarsteller. Soju trinkt sich leichter als Wein, ist aber fast so stark wie Schnaps und damit der perfekte Screwdriver, eine Möglichkeit aus meiner Erinnerung, um Mädchen problemlos ins Bett zu kriegen, was in seinen Filmen immer wunderbar funktioniert hat.

Den vollständigen Text lesen Sie in unserer akutellen Stadtkino-Zeitung.

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