Die Erforschung einer Ikone

Eintrag vom 02. Februar 2015

Iain Forsyth und Jane Pollard arbeiten bereits seit sieben Jahren an einer Vielzahl von Projekten mit Nick Cave zusammen. Jetzt haben sie einen Kinofilm über ihn gemacht.

„Wir kamen mit Nick schnell überein, was uns an Musik-Dokus nicht gefällt: dieser angeblich unaufdringliche, beobachtende Stil. Den ‚echten’ Nick Cave zu sehen, würde irgendwie mehr von Nick Cave offenbaren. Einem Rockstar dabei zuzusehen, wie er den Abwasch macht oder die Kinder zur Schule bringt, mag als eine stumpfsinnige Art von Promi-Verfolgung interessant sein, fesselt einen aber nicht intellektuell“, sagt Forsyth.

Im Geiste visionärer Filme wie The Song Remains the Same (1976) über Led Zeppelin und Jean-Luc Godards One plus One/Sympathy for the Devil (1968) begannen Iain & Jane die visuelle und strukturelle Sprache zu entwerfen, die sie verwenden wollten. Beiden Regisseuren war klar, dass sie kein ehrfürchtiges Porträt des Künstlers anstrebten, ihn aber auch nicht demaskieren wollten, um Gewöhnliches aufzudecken. Vielmehr wollten Iain & Jane mit Rockmythologie spielen und betonen, was Nick Cave so herrlich außerordentlich macht. Mit 20.000 Days on Earth stemmen sie sich gegen den Teil unserer Kultur, der Genie und Talent durch Casting-Shows zu normalisieren versucht.

Den gesamten Text lesen Sie in der aktuellen Stadtkino-Zeitung.

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