Aimer, boire et chanter

Alain Resnais   Frankreich 2014

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Mitten in die Proben zu einem Theaterstück, das Colin und Kathryn mit ihrer Amateurgruppe aufführen wollen, platzt eine schreckliche Nachricht: Ihr Freund George ist schwer erkrankt und hat nur noch wenige Monate zu leben. Nicht nur für Kathryn, die einmal mit ihm liiert war, sondern auch für deren Freundinnen Tamara und Monica gerät die Welt aus den Fugen. Mit voller Wucht werden Gefühlsverwirrungen der eigenen Jugend und längst begrabene Lebensträume wieder lebendig. Zum Leidwesen ihrer bürgerlich soliden Ehemänner entbrennt unter den Frauen ein Streit darüber, wer George auf eine letzte Reise begleiten darf …

Zum dritten Mal nach Smoking/No Smoking (1993) und Coeurs (2006) wählt der französische Altmeister Alain Resnais ein Theaterstück des britischen Autors Alan Ayckbourn als Vorlage. Dabei verdichtet er die Kunstwirklichkeit zu einem tragikomischen kleinen Welttheater. Mit der ironischen Distanz des weisen Menschenkenners reflektiert Resnais über die Macht von Liebe und Begehren und lässt die von ihren Sehnsüchten, Hoffnungen und Obsessionen getriebenen Figuren für einen Moment die eingefahrenen Gleise verlassen.

Another congenial adaptation of an Alan Ayckbourn play, the movie finds Resnais in perfect form. As ever, the production design is fantastic and the performances brilliant, this time in a hilariously reckless over-the-top register.

Olaf Möller, Filmcomment

Ein würdiger letzter Eintrag in Resnais' Filmografie, sehr leicht, ganz unberechenbar.

Falter

Informationen

Originaltitel
Aimer, boire et chanter
Deutscher Titel
Aimer, boire et chanter
Format
DCP
Länge
108 Min.
Fassung
OmdU
Farbe
Farbe
Starttermin
04. Juli 2014
Regie
Alain Resnais
Drehbuch
Laurent Herbiet, Alex Reval, Jean-Marie Besse nach "Life of Riley" von Alan Ayckbourn
Darsteller
Sabine Azéma, Sandrine Kiberlain, Caroline Sihol, André Dussollier, Hippolyte Girardot, Michel Vuillermoz, Alba Gaia Bellugi
Auszeichnungen

2014

Berlinale, Alfred-Bauer-Preis

Kamera
Dominique Bouilleret
Schnitt
Hervé De Luze
Musik
Mark Snow
Ton
Jean-Pierre Duret
Produktion
F comme film
Verleih
Stadtkino Filmverleih