Just the Wind - Csak a szél

Bence Fliegauf   Deutschland, Frankreich, Ungarn 2012

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Die Nachricht verbreitet sich in Windeseile: In einem ungarischen Dorf wurde eine Roma-Familie ermordet. Die Täter sind entkommen, niemand will eine Ahnung davon haben, wer das Verbrechen begangen hat. Eine andere Roma-Familie, die nahe dem Tatort lebt, sieht sich in ihrer latenten, mühsam verdrängten Angst bestätigt. Der Vater ist weit weg in Kanada; er möchte seine Frau, die Kinder und den Großvater nachholen, sobald es ihm möglich ist. Die Familie, von rassistischem Terror bedroht und von einer schweigenden Mehrheit im Stich gelassen, versucht den Tag nach der Tat zu überstehen. Und abends, als die Dunkelheit über das Dorf hereinbricht, rückt man im Bett noch enger zusammen als sonst. Doch die Hoffnung, dem Wahnsinn zu entkommen, erweist sich als trügerisch. Ausgehend von einer realen Mordserie, der in Ungarn in wenig mehr als einem Jahr acht Menschen zum Opfer fielen, schildert Bence Fliegauf die Pogromstimmung, aus der Gewalt gegen Minderheiten entsteht. Die Kamera haftet sich eng an die Fersen der Figuren und macht ihre zunehmende Atemlosigkeit auch physisch erfahrbar.

Berlinale Katalog 2012

Informationen

Originaltitel
Just the Wind - Csak a szél
Deutscher Titel
Just the Wind
Format
DCP (auf S-16mm gedreht)
Projektionsformat
1:1.85
Länge
91 Min.
Fassung
OmU
Farbe
Farbe
Starttermin
05. April 2013
Regie
Bence Fliegauf
Drehbuch
Bence Fliegauf
Darsteller
Katalin Toldi, Gyöngyi Lendvai, Lajos Sárkány, György Toldi
Auszeichnungen

2012

Berlinale, Silberner Bär Großer Preis der Jury, Amnesty-Filmpreis, Friedensfilmpreis

Kamera
Zoltán Lovasi
Schnitt
Xavier Box
Musik
Bence Fliegauf, Tamás Beke
Ton
Tamás Beke
Produktion
Inforg M&M Film
Verleih
Stadtkino Filmverleih