Chaos

Sara Fattahi   Libanon, Österreich, Quatar, Syrien 2018

A Syrian fimmaker's urgent, intimate view of exile ... It’s a conversational film about silence, a visually complex film about invisibility, a film about the possibility of making a film about the war and what’s been lost in it.

(The New Yorker)

Friedenszeiten? Was ist das? Ist doch der Krieg in den Traumata der Vertriebenen allerorten allgegenwärtig. In Damaskus legt eine Mutter dem ermordeten Sohn täglich frische Kleidung aufs Bett. In Schweden bannt eine Geflüchtete manisch den erlittenen Schrecken in Collagen. Eine andere in Wien verhält sich unauffällig, stumm, an der Grenze zum Verschwinden. Ingeborg Bachmann liest ihr Gedicht „Exil“ und gibt den vom Bodenlosen und vom Unsagbaren handelnden Bildern Halt; den wie verwischten, zittrigen, abschweifenden Bildern, in denen Identitäts- wie Heimatverlust sich abbilden. Ein Blick sorgenvoller Angst, durch Tränen, auf verlorene Seelen – beunruhigt, beunruhigend, zwingend.

Chaos ist die Geschichte von drei syrischen Frauen. Jede von ihnen lebt an einem anderen Ort. Was sie voneinander trennt ist gleichzeitig das, was sie vereint – der Verlust und das Trauma.

Alexandra Seitz, Viennale

Informationen

Originaltitel
Chaos
Deutscher Titel
Chaos
Format
DCP
Länge
95 Min.
Fassung
OmdU / OmeU
Farbe
Farbe
Regie
Sara Fattahi
Drehbuch
Sara Fattahi
Auszeichnungen

Goldener Leopard, Cineasti del Presente, Filmfestival Locarno 2018

Kamera
Lukas Schaller, Sara Fattahi
Schnitt
Raya Yamisha
Ton
Bruno Pisek
Produktion
Paolo Calamita
Verleih
StadtkinoFilmverleih