Es geht mir gut, ich komme bald

Doris Kittler, Benjamin Epp   Österreich 2016

Erster Weltkrieg, März 1915: Die österreichische Festung Przemyśl fällt in die Hände der Russen. Ein Großteil ihrer Besatzung landet als Kriegsgefangene im tausende Kilometer entfernten Turkestan, in Lagern auf dem Gebiet der heutigen Staaten Usbekistan, Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan und Turkmenistan.

So sehr ist das Schicksal von 200 000 österreichisch-ungarischen Gefangenen im russischen Orient in Vergessenheit geraten, dass bisher kaum von ihnen Notiz genommen wird. „Es geht mir gut. Ich komme bald“ - so beruhigen sie ihre Angehörigen und halten die Hoffnung auf eine Heimkehr aufrecht. Mehr lässt die Briefzensur selten zu.

Wie aber erleben und überleben sie wochenlangen Transport, Lagerleben, Zwangsarbeit, Heimweh, Revolution und Bürgerkrieg in einer fremden, orientalischen Umgebung?

Welche Spuren hinterlässt ihre Anwesenheit in Zentralasien und welche Erinnerungen geben sie ihren Nachkommen weiter?

Eine außergewöhnliche Reise in eine vergessene Episode österreichischer Geschichte und durch exotische Gegenden, die uns heute nicht weniger fremd sind als den Gefangenen von damals.

Hergestellt mit Unterstützung des Österreichischen Zukunftsfonds, der Vorarlberger Landesregierung und des Österreichischen Außenministeriums

Kurt Brazda, "Freies Kino"

Informationen

Originaltitel
Es geht mir gut, ich komme bald
Deutscher Titel
Es geht mir gut, ich komme bald
Format
Digital
Projektionsformat
DCP
Länge
60 Min.
Fassung
OmdU
Farbe
Farbe
Regie
Doris Kittler, Benjamin Epp
Drehbuch
Doris Kittler, Benjamin Epp, Peter Felch
Kamera
Benjamin Epp
Schnitt
Doris Kittler, Benjamin Epp